Bewertung:

Das Buch stellt eine umstrittene Interpretation der Herrschaft Echnatons und seiner religiösen Reformen dar und wird von den Lesern unterschiedlich bewertet. Während die einen die Lesbarkeit und die Einblicke schätzen, kritisieren andere die Sensationslust, die anachronistischen Urteile und die mangelnde Tiefe der Analyse.
Vorteile:Viele Leser empfanden das Buch als gut lesbar und zugänglich, so dass es für alle, die sich für die ägyptische Geschichte interessieren, geeignet ist. Einige Rezensenten lobten Reeves' Einblicke in Echnatons Charakter und seine Herausforderungen für die überkommenen Religionen und würdigten die faszinierende Darstellung einer einzigartigen historischen Figur. Einige wenige bezeichneten das Buch als eine notwendige Neubewertung der Herrschaft Echnatons und stellten fest, dass es wertvollen Kontext und Hintergrund liefert.
Nachteile:Die Kritiker waren geteilter Meinung über die Methodik und den Ton des Buches und argumentierten, dass es oft eher auf Sensationslust und Melodramatik als auf wissenschaftliche Strenge setze. Viele Rezensenten waren der Ansicht, dass die historische Analyse schwach sei und es ihr an Tiefe und Kontext fehle, während einige auf die Tendenz des Buches hinwiesen, sich zu sehr auf archäologische Details zu konzentrieren, was auf Kosten der umfassenderen Bedeutung von Echnaton gehe. Anachronistische Urteile und voreingenommene Darstellungen von Figuren wie Echnaton und Hatschepsut wurden ebenfalls kritisiert.
(basierend auf 42 Leserbewertungen)
Akhenaten: Egypt's False Prophet
Echnaton, eine der fesselndsten und umstrittensten Figuren der altägyptischen Geschichte, hat wie kein anderer ägyptischer Pharao die Phantasie beflügelt. Viel ist über diese seltsame, verfolgte Figur geschrieben worden, deren Darstellung in Bildnissen völlig im Widerspruch zur traditionellen Darstellung des ägyptischen Herrscher-Helden steht.
Echnaton versuchte, Ägypten und seinem Volk die Verehrung eines einzigen Gottes - des Sonnengottes - aufzuzwingen und veränderte damit das Land in jeder Hinsicht. In Echnaton präsentiert Nicholas Reeves eine völlig neue Perspektive auf die turbulenten Ereignisse von Echnatons siebzehnjähriger Herrschaft.
Reeves argumentiert, dass der ägyptische Herrscher keineswegs der idealistische Gründer eines neuen Glaubens war, sondern die Religion auf zynische Weise für politische Zwecke nutzte, um die Autorität des Königs wiederherzustellen und die gesamte Macht in seinen Händen zu konzentrieren. Gestützt auf eine Fülle archäologischer und dokumentarischer Beweise, bietet Reeves' Erzählung auch viele neue Einblicke in Fragen, die Gelehrte seit Generationen vor ein Rätsel gestellt haben - das Rätsel der Leiche in Grab 55 im Tal der Könige, das Schicksal von Nofretete, Echnatons schöner Frau, die Identität seines mysteriösen Nachfolgers Smenkhkare und die Theorie, dass Tutanchamun, Echnatons Sohn und Thronfolger, ermordet wurde.