Bewertung:

Das Buch wirft einen wissenschaftlichen Blick auf die Behandlung von Tieren in der Bibel und bietet eine neue Perspektive, die einige Leser als erhellend empfanden, während andere es zu akademisch und nicht für praktische Anwendungen wie die Unterrichtsplanung geeignet fanden.
Vorteile:Gut recherchiert und informativ, bietet eine neue Perspektive auf Tiere in der Bibel, klar geschrieben, geeignet für alle, die sich für das Thema interessieren, unabhängig von ihren religiösen Ansichten.
Nachteile:Für Gelegenheitsleser oder diejenigen, die nach praktischen Anwendungen suchen, zu akademisch und obskur, von einigen Rezensenten als langweilig beschrieben.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Eden's Other Residents: The Bible and Animals
In der Bibel wimmelt es von nichtmenschlichem Leben, von den ersten Seiten, auf denen Gott die Tiere am selben Tag und aus derselben Erde wie die Menschen erschafft, bis zu den apokalyptischen Schlussszenen, in denen Pferde aus dem Himmel reiten. Tiere sind die Gefährten Adams, die Schiffskameraden Noahs und die Retter Elias.
Als Opfer stehen sie im Mittelpunkt des religiösen Lebens des alten Israel und sind doch, wie Hiob feststellt, der menschlichen Herrschaft entzogen. Es ist ein Tier, das Bileam durch die Hand eines Engels vor dem sicheren Tod bewahrt, und ein Tier, das Jesus nach Jerusalem trägt. Der Schöpfer erklärt sie alle am Anfang für gut, und da der Apostel Paulus von Gottes ewigen Absichten für alle Dinge auf der Erde schreibt, sind sie irgendwie Teil einer erhofften eschatologischen Wiederherstellung.
Warum also werden Tiere im christlichen Moraldiskurs so oft ignoriert? In ihrem theologischen Denken und ihrer vom Glauben motivierten Praxis führt die Fokussierung auf den Menschen in der Regel dazu, dass das Nichtmenschliche vollständig ausgelöscht wird.
In diesem Buch wird argumentiert, dass dieser Ausschluss von Tieren für diejenigen problematisch ist, die die Bibel als maßgebend für das religiöse Leben betrachten. Stattdessen zeugt die biblische Literatur von einem umfassenderen Verständnis von moralischer Pflicht und vom Glauben motivierter Großzügigkeit, die sich auch auf die anderen Bewohner Edens erstreckt.
Dieses schön geschriebene und in seiner Analyse der biblischen Texte und theologischen Optionen sorgfältig ausgewogene Buch bringt die Diskussion über die Tierethik auf schöne Weise voran. Selten kann man über ein einziges Buch sagen, dass es sowohl angenehm zu lesen ist als auch voller lebensverändernder Möglichkeiten steckt. Es steht ganz oben auf meiner Liste der lehrreichen und lesenswerten Bücher über eine Theologie des Mitgefühls für Tiere.
--Stephen H. Webb, Autor von Good Eating Wenn es ein harter Weg ist, Christen zu lehren, nichtmenschlichen Tieren gegenüber großzügiger und barmherziger zu sein, dann hat Gilmour den Gipfel erklommen und eine Spur biblischer Reflexionen über nichtmenschliche Tiere gezeichnet, die uns hilft, den Berg ebenfalls zu erklimmen. Dieses Buch ist ein weiteres großartiges Beispiel für die Veränderungen, die sich im Christentum im Hinblick auf unsere nichtmenschlichen Verwandten unter den Tieren vollziehen.
--Andy Alexis-Baker, Mitherausgeberin von A Faith Embracing All Creatures (Ein Glaube, der alle Geschöpfe umarmt) In diesem dringend benötigten Buch hat Michael Gilmour uns an eine sehr einfache, aber oft vernachlässigte theologische Wahrheit erinnert: Das Ziel der Schöpfung ist Gott, nicht die Menschheit. Indem er über die Güte allen tierischen Lebens nachdenkt, erinnert uns Gilmour daran, dass Tiere nicht nur unsere biologischen Verwandten sind, sondern auch unsere Verwandten im Bund.
Unser fortwährender Weg der Gemeinschaft mit Gott schließt die gesamte Schöpfung ein - und dieses Buch wird Ihnen sagen, warum das wichtig ist. --Tripp York, Mitherausgeber der Reihe The Peaceable Kingdom Michael J. Gilmour ist außerordentlicher Professor für Neues Testament und englische Literatur am Providence University College (Manitoba, Kanada).
Er ist der Autor von Gods and Guitars (2009) und The Gospel according to Bob Dylan (2011).