Bewertung:

Chris Skidmores Biografie über Edward VI. bietet eine fesselnde und detaillierte Darstellung des Lebens des jungen Königs, die seine intellektuellen Aktivitäten und die politischen Intrigen rund um seine Herrschaft hervorhebt. Während einige Leser die Tiefe des historischen Kontextes und die Darstellung Edwards als einer komplexeren Figur als gemeinhin angenommen schätzen, merken andere an, dass sich das Buch mehr auf die politischen Machenschaften der damaligen Zeit als auf Edward selbst konzentriert.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und geschrieben
⬤ fesselnde Darstellung Edwards VI.
⬤ vermittelt ein tiefes Verständnis der Tudor-Politik
⬤ auch für Nicht-Historiker verständlich
⬤ räumt mit dem Mythos auf, Edward sei lediglich ein kränklicher Junge gewesen
⬤ beleuchtet die Komplexität seines Hofes und die Einflüsse auf seine Herrschaft.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass das Buch eher eine Geschichte der Epoche als eine auf Edward fokussierte Biografie ist
⬤ es kann aufgrund seiner sachlichen Art als etwas langweilig empfunden werden
⬤ Edwards Rolle wird im breiteren Kontext der dargestellten politischen Kämpfe als unbedeutend empfunden.
(basierend auf 55 Leserbewertungen)
Edward VI: The Lost King of England
Auf seiner verzweifelten Suche nach einem Erben ließ sich König Heinrich VIII. von einer Frau scheiden und die andere enthaupten.
Die Geburt von Prinz Edward am 12. Oktober 1537 beendete die siebenundzwanzigjährige Wartezeit seines Vaters. Neun Jahre später saß Edward auf dem Thron, ein junger König einer Nation, die sich in einem religiösen Schwebezustand befand, und an einem Hof, an dem Manipulationen, Verrat und Intrigen an der Tagesordnung waren.
Chris Skidmore beschreibt, wie Intrigen, Betrug und Verrat in den sechs Jahren von Edwards Herrschaft das Land beinahe in einen Bürgerkrieg stürzten, während die Stabilität, die die Tudors zu erreichen versucht hatten, beinahe zerbrochen wäre. Noch heute gelten Heinrich VIII.
und Elisabeth I. als die beiden dominierenden Figuren der Tudorzeit.
Doch Edwards Herrschaft ist ebenso wichtig. Es war eine Zeit dramatischer Veränderungen und Turbulenzen, deren Auswirkungen noch heute zu spüren sind - insbesondere im Hinblick auf seine religiöse Reformation, die nicht nur die Ambitionen Heinrichs übertraf, sondern seit Edwards Tod im Jahr 1553 über vier Jahrhunderte andauert.