Bewertung:

Das Buch ist eine umfassende und aufschlussreiche Untersuchung von Adolf Eichmann und stellt frühere Auffassungen, insbesondere die von Hannah Arendt, in Frage. Es stellt Eichmann sowohl als Bürokraten als auch als eine Person dar, die aktiv an den Gräueltaten des Holocausts beteiligt war, und verbindet umfangreiche Recherchen mit neuen Perspektiven. Während viele Leser den Schreibstil und die Tiefe der Informationen lobten, kritisierten einige, dass das Buch zu sehr auf Arendts Ansichten fokussiert sei oder dass spezifische Details über Eichmanns Prozess fehlten.
Vorteile:Gut recherchiert und aufschlussreich, liefert neue Informationen, hervorragender Schreibstil, präsentiert eine nuancierte Sicht auf Eichmann, stellt bisherige Vorstellungen in Frage, detaillierte Untersuchung des Prozesses und des Lebens, wertvoller Beitrag zur Holocaust-Literatur.
Nachteile:Etwas langatmig und detailliert, möglicherweise nicht für Leser geeignet, die mit dem Holocaust nicht vertraut sind, wird als Angriff auf Hannah Arendt kritisiert, es fehlen tatsächliche Gerichtsprotokolle, es wurden Unstimmigkeiten bei Fotos festgestellt.
(basierend auf 26 Leserbewertungen)
Becoming Eichmann: Rethinking the Life, Crimes, and Trial of a Desk Murderer
Becoming Eichmann, die erste Darstellung von Eichmanns Leben seit über vierzig Jahren, enthüllt ein überraschendes Porträt des Mannes, der einst als Inbegriff der "Banalität des Bösen" galt.
Auf der Grundlage kürzlich ausgegrabener Dokumente untersucht David Cesarani Eichmanns frühe Karriere, als er lernte, wie man ein Verwalter des Völkermords wird, und zeigt, wie Eichmann sich zum "Experten" des Reichs für jüdische Angelegenheiten entwickelte und dabei immer hasserfüllter und brutaler wurde. Dieser ernüchternde Bericht vertieft unser Verständnis und stellt unsere Vorurteile über Adolf Eichmann in Frage und bietet neue Einblicke sowohl in die Funktionsweise der "Endlösung" als auch in ihren berüchtigtsten Täter.