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Bucket of Tongues
In dieser außergewöhnlichen Sammlung von Kurzgeschichten zeigt uns Duncan McLean das wahre Leben - und den wahren Tod - in all seinen Facetten. Ob schwarze Farce, brutale Tiraden oder zärtliche Epiphanien - McLean lässt uns kopfüber in das Leben seiner Figuren eintauchen: Partys mit Fußballbegeisterten und allem, was dazugehört; das Frösteln im mannshohen Kühlschrank des Metzgers; das blutige Stolpern auf dem Klippenpfad um Mitternacht, verloren in einer mit Leber und Zwiebeln angeheizten Fantasie aus Sex und Gewalt.
Die Männer und Frauen in diesen Geschichten sind meist arbeitslos oder in Sackgassenjobs, oft am Rande des Wahnsinns oder der Zerstörung; aber genauso oft sind sie kurz davor, einfach zu gehen: weg von Beziehungen, Verantwortung und der Beruhigung durch Alkohol und Aggression. Diese Geschichten, die mit großem Geschick, grimmigem Humor und einem dunklen emotionalen Antrieb erzählt werden, sind so unterschiedlich wie die Figuren selbst. Ihre Gemeinsamkeit ergibt sich aus einem gnadenlosen Realismus und einem fast fanatischen Festhalten an den Rhythmen und der Kadenz der gesprochenen Sprache.
„McLean will das Unscheinbare einfangen, aber es sind seine bemerkenswerten Geschichten, die mitreißen. Hier kommt endlich eine psychische Störung zum Ausdruck, die so zeitgemäß, so unsicher ist; hier ist der schwadronierende, spöttische, frustrierte Selbstskeptizismus auf dem Bürgersteig.“ -- Guardian (London) Ausgezeichnet mit dem Somerset Maugham Award.