Bewertung:

James Dean Boldmans „Ein amerikanisches Fest“ ist ein fesselndes Erinnerungsbuch, das persönliche Erfahrungen mit bedeutenden kulturellen und historischen Ereignissen von den 1950er Jahren bis heute verwebt, wobei der Schwerpunkt auf dem Leben in San Francisco liegt. Das Buch wird für seine freimütige und fesselnde Erzählweise sowie für die lebendige Darstellung der Turbulenzen und der Energie einer Ära der amerikanischen Geschichte gelobt. Manche Leser könnten jedoch die Rohheit und Offenheit des Inhalts als Herausforderung empfinden.
Vorteile:⬤ Fesselnder Erzählstil, der sich persönlich und nachvollziehbar anfühlt
⬤ reichhaltige Dokumentation historischer Ereignisse und kultureller Veränderungen
⬤ wirkt authentisch und ehrlich
⬤ lebendige Bilder und fesselnde Anekdoten
⬤ inspirierend für Leser, die über ihre eigene Lebensreise nachdenken
⬤ humorvolle und energiegeladene Erzählung.
⬤ Die rohe und ungefilterte Art des Inhalts mag nicht alle Leser ansprechen
⬤ manche mögen die freimütigen Schilderungen von Sex, Drogen und Rebellion als unangenehm empfinden
⬤ könnte in bestimmten Bereichen als unausgegoren empfunden werden.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
An American Feast
In der kollektiven Unschuld der Nachkriegszeit der 1950er Jahre und im Strudel der Gegenkultur der 1960er Jahre in Washington DC findet sich der Autor, Sohn eines Kriegshelden, mitten in Martin Luther Kings "I Have a Dream"-Rede, dem ersten amerikanischen Konzert der Beatles und vor den Toren von Richard Nixons Weißem Haus in Zeiten des Krieges wieder. Er wird in die kokainsüchtigen siebziger und achtziger Jahre in San Franciscos Haight Ashbury, der Heimat der Hippies, in die junge Comedy-Szene mit Robin Williams und in die Moshpits der Dead Kennedys hineingezogen, und das alles mit einem Backstage-Pass.
Er überlebt die AIDS-Epidemie, Erdbeben, Drogensucht und Obdachlosigkeit und kämpft ums Überleben, während der Technologieboom die Stadt für alle außer den Reichen unerreichbar macht. Der Autor findet irgendwie seinen Weg und erreicht Erlösung, während er immer noch Hoffnung findet, während er zusieht, wie der lange versprochene amerikanische Traum völlig aus den Fugen gerät.
Eine schonungslose, rohe Abrechnung mit dem Amerika eines Mannes und ein Augenzeugenbericht über einige der entscheidenden Momente einer Ära. Dies ist die Geschichte einer Generation, die in einem Dunst aus Drogen und Verzweiflung in den Kaninchenbau abrutscht und in der Zeit von Trump, wo man sich für eine Seite entscheiden muss, schreiend und tretend in die große Kluft stürzt.