Bewertung:

Die Rezensionen heben eine gründlich recherchierte und fesselnde Biografie von Henry Gerber hervor, einer zentralen, aber oft übersehenen Figur in der Geschichte der Schwulenbefreiung. Die Leser finden das Buch sowohl informativ als auch fesselnd und beleuchten Gerbers Beiträge und Erfahrungen.
Vorteile:Gut recherchiert, fesselnd geschrieben, liefert neue Informationen, notwendig für das Verständnis der schwulen Geschichte, augenöffnend, informativ mit Kontext, schwer wegzulegen.
Nachteile:In den Rezensionen wurden keine spezifischen Nachteile erwähnt.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
An Angel in Sodom: Henry Gerber and the Birth of the Gay Rights Movement
2023 Lambda Literary Award Finalist in Gay Memoir/Biography.
"Macht deutlich, dass wir Gerber nicht als ein Sternchen betrachten sollten, sondern als einen Vorvater der Schwulenrechtsbewegung - einen, der spätere Generationen von Aktivisten beeinflussen sollte."-- The Atlantic
Der 1892 in Deutschland geborene Henry Gerber wurde als Junge von der Schule verwiesen und verlor als junger Mann wegen seiner homosexuellen Aktivitäten mehrere Jobs. Er wanderte in die Vereinigten Staaten aus und meldete sich bei der Armee, um Arbeit zu finden. Nach seiner Entlassung erkundete er die schwule Subkultur Chicagos: Er trieb sich auf dem Bughouse Square herum, wurde wegen "ungebührlichen Verhaltens" verhaftet und verliebte sich. Am Ende des Ersten Weltkriegs wurde er wegen seiner Homosexualität in eine Anstalt eingewiesen, als "feindlicher Ausländer" gebrandmarkt und vor die Wahl gestellt, wieder in die Armee einzutreten oder in ein Bundesgefängnis zu kommen.
Gerber meldete sich wieder zur Armee und wurde 1920 nach Deutschland geschickt. In Berlin entdeckte er eine lebendige Schwulenrechtsbewegung, die ihn dazu veranlasste, sich zu Hause für die Rechte schwuler Männer einzusetzen. Am 10. Dezember 1924 gründete er die Society for Human Rights, die erste gesetzlich anerkannte Schwulenrechtsorganisation der USA.
Als die Polizei davon Wind bekam, wurden er und zwei Mitglieder verhaftet. Er verlor seinen Job, ging dreimal vor Gericht und ging bankrott. Als er entlassen wurde, zog er entmutigt nach New York.
Später schloss er sich dem DC-Zweig der Mattachine Society an, einer Gruppe, die sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzte und von Harry Hay gegründet worden war, der von Gerbers Gruppe gehört hatte.
An Angel in Sodom ist die erste und längst überfällige Biografie des Gründers der ersten US-Schwulenrechtsorganisation.