Bewertung:

Das Buch über die Geschichte der Tonträger hat gemischte Kritiken erhalten. Einige Leser fanden es fesselnd und informativ, während andere den engen Fokus kritisierten, insbesondere die eurozentrische Sichtweise und die fehlende Berichterstattung über wichtige Entwicklungen in der klassischen Aufnahmeszene, insbesondere das Fehlen des Labels Naxos. Insgesamt enthält das Buch zwar wertvolle Einblicke, aber seine Ausführung und Tiefe waren umstritten.
Vorteile:Das Buch bietet viele nützliche Einblicke, einen tiefen Einblick in die Geschichte der klassischen Musikaufnahmen und stellt eine bahnbrechende Perspektive auf das Thema dar. Es ist für alle empfehlenswert, die ein starkes Interesse an klassischen Aufnahmen haben.
Nachteile:Kritiker fanden den Text langweilig und trocken, mit übermäßigem Gebrauch von Fachjargon. Es wurde bemängelt, dass das Buch eurozentrisch sei, dass es wichtige neuere Entwicklungen wie das Naxos-Label nicht berücksichtige und dass es andere Genres wie Jazz und Populärmusik nicht berücksichtige, was zu einer eingeschränkten Perspektive führe.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
A Century of Recorded Music: Listening to Musical History
Ein Jahrhundert der Aufzeichnung hat unsere Erfahrung mit Musik grundlegend verändert - die Art, wie wir sie hören und wie sie aufgeführt wird. Dieses äußerst fesselnde Buch ist die erste gründliche Untersuchung der Auswirkungen der Aufnahmetechnik auf die Musikkunst.
Timothy Day zeichnet die Entwicklungen der Aufnahmetechnik seit ihren Anfängen nach und beschreibt die starken Auswirkungen, die sie auf die künstlerische Darbietung, die Beteiligung des Publikums und die Hörgewohnheiten hatte. Er vergleicht die Merkmale des Musiklebens vor hundert Jahren - vor dem Phonographen - mit denen von heute und bietet eine faszinierende Analyse, wie sich die Aufführungspraxis, das Bild der Interpreten, die Arbeit der Komponisten und die Aufführungsentscheidungen in Konzertsälen und Opernhäusern verändert haben. Das Buch untersucht die Arbeit großer Aufnahmetechniker und -impresarios wie Fred Gaisberg und Walter Legge, die Geschichte der Aufnahmen von Dirigenten, Orchestern und Solisten im Laufe des Jahrhunderts und die Entwicklung der großen klassischen Plattenfirmen.
Day geht auch auf eine Reihe von Fragen ein, die durch das Studium von Aufnahmen aufgeworfen werden: Was haben die Menschen von einer aufgenommenen Aufführung erwartet? Stellen Aufnahmen eine eigenständige Kunstform dar? Was ist historische Authentizität? Was ist moralische Authentizität? Sind Aufnahmen, die inkompetente Künstler mit makelloser Technik ausstatten, irgendwie betrügerisch? Warum nehmen Künstler Repertoire neu auf? Dieses Buch wird ein breites Spektrum von Lesern informieren und ansprechen, von Musik- und Schallplattenliebhabern über Interpreten und Wissenschaftler bis hin zu allen Lesern, die sich für die Sozial- und Kunstgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts interessieren.