Bewertung:

Das Buch von Dr. Robin Andersen bietet eine gründliche Untersuchung der Medienpropaganda im Zusammenhang mit dem Krieg, wobei er deren Entwicklung vom Ersten Weltkrieg bis zur Gegenwart hervorhebt. Es kritisiert die Beziehung zwischen Regierung und Medien bei der Förderung von Kriegsdarstellungen und beleuchtet die Auswirkungen dieser Zusammenarbeit auf die öffentliche Wahrnehmung. Der Text stützt sich auf historische Aufzeichnungen und bietet kritische Einblicke in die Darstellung von Kriegen in den Medien.
Vorteile:Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Medienpropaganda im Zusammenhang mit Kriegen, ist gut recherchiert und stützt sich auf historische Aufzeichnungen, bietet kritische Einblicke in die Zusammenarbeit von Medien und Regierung und beleuchtet die Manipulation der öffentlichen Wahrnehmung von Kriegen. Besonders hervorzuheben ist die eingehende Analyse des Irakkriegs und der Dynamik zwischen Militär und Medien.
Nachteile:Der Schreibstil wird als stakkatoartig bezeichnet und spricht möglicherweise nicht alle Leser an, da er eher akademisch als populär ist. Einige Leser sehen in den Sympathien des Autors eine Voreingenommenheit, und es kann schwierig sein, den Text aufgrund seines akademischen Charakters vollständig zu erfassen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
A Century of Media, A Century of War
Die Verbindungen zwischen Krieg und Medien, die im Laufe eines Jahrhunderts geschmiedet wurden, sind lang und tief. Wie dieses Buch zeigt, ist die Geschichte des Krieges und seiner Erzählung ein Kampf um die öffentliche Wahrnehmung.
Die Auswahl, welche Geschichten erzählt und welche ignoriert werden, trägt dazu bei, vergangene Schlachten zu rechtfertigen und zukünftige Kriege zu sichern. Erzählungen von Protest und Schmerz, Niederlage und Leid, Schuld und Missbrauch kämpfen darum, inmitten der ermächtigenden Mythen von Krieg und Heldentum gehört zu werden. Wie Robin Andersen argumentiert, hat die Geschichte des Kampfes zwischen dem Krieg und seiner Darstellung die Art und Weise, wie Krieg geführt wird, und die Art und Weise, wie wir die Geschichten des Krieges erzählen, verändert.
Das Informationsmanagement, das früher als Zensur und Propaganda bezeichnet wurde, hat sich parallel zu den neuen Medientechnologien entwickelt. Heute schafft die digitale Bildgebung virtuelle Schlachtfelder, während computergestützte Technologien die Waffen des Krieges verändern.
Auf dem Weg dorthin haben die Bilder in den Abendnachrichten, auf der Kinoleinwand und in Videospielen den Krieg in Unterhaltung verwandelt. Im Griff des virtuellen Krieges ist es schwierig, den Verlust an Mitgefühl oder die Folgen für die Demokratie zu erkennen.