Bewertung:

Das Buch ist ein tiefgründiger und schonungsloser Bericht über das Leben von Christina Crosby, die durch einen Fahrradunfall zum Tetraplegiker wurde. Es erforscht Themen wie Identität, Trauer und die Komplexität des Lebens mit einer schweren Behinderung und reflektiert gleichzeitig tiefere gesellschaftliche Fragen. Es verbindet persönliche Erfahrungen mit breiteren Diskussionen über Pflege, Schmerztherapie und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Behinderung.
Vorteile:Die Leser loben das Buch für seine intellektuelle Ehrlichkeit, die authentische Erzählweise und die offene Reflexion der Autorin über ihre Erfahrungen. Viele finden es bewegend und aufschlussreich, da es eine neue Perspektive auf Behinderung und die Komplexität des Lebens nach einem katastrophalen Ereignis bietet. Der Schreibstil wird als eloquent, humorvoll und detailliert beschrieben, und einige Leser schätzen den akademischen Hintergrund der Autorin, da er die Erzählung bereichert.
Nachteile:Einige Rezensenten empfanden die Sprache als dicht und akademisch, was die Lektüre bisweilen anstrengend machte. Einige merkten an, dass das Buch gefühlsmäßig schwer und deprimierend sein könnte und es an einer traditionellen, aufbauenden Erzählung mangelt. Andere wünschten sich, dass sich das Buch mehr auf Crosbys persönliche Erfahrungen konzentrieren würde, anstatt sich mit breiteren gesellschaftlichen Themen zu befassen.
(basierend auf 28 Leserbewertungen)
A Body, Undone: Living on After Great Pain
Am frühen Abend des 1. Oktober 2003 fuhr Christina Crosby drei Meilen mit dem Fahrrad und war fest entschlossen, ihr Ziel von 1.000 Meilen in dieser Saison zu erreichen. Sie war eine angesehene Seniorprofessorin für Englisch und hatte einen Monat zuvor ihren fünfzigsten Geburtstag gefeiert. Als sie eine Anhöhe erklomm, geriet sie in die Speichen eines Astes und stürzte auf den Bürgersteig. Ihr Kinn bekam die volle Wucht des Aufpralls ab, und ihr Kopf kippte nach hinten. In diesem Augenblick war sie gelähmt.
In A Body, Undone fasst Crosby einen gebrochenen Körper in Worte, der jenseits von Sprache und Verständnis zu liegen scheint. Sie schreibt über einen Körper, der von neurologischen Schmerzen durchbohrt ist, der in Zeit und Raum desorientiert ist, der durch Lähmung und abgestorbene Empfindungen entmündigt ist. Um sich mit diesem fremden Körper auseinanderzusetzen, greift sie auf das Lesevergnügen des Erzählens, auf kritisches feministisches und queeres Denken und auf die konzentrierte Sprache der Lyrik zurück. Bei der Arbeit mit diesen Ressourcen erinnert sie sich an ihre Kindheit in den 1950er Jahren in einer Kleinstadt im ländlichen Pennsylvania und berichtet von ihrem Aufwachsen in den 1970er Jahren durch den radikalen Feminismus und die Bekenntnisse zur Schwulenbefreiung.
Crosby ist zutiefst unsentimental und schildert in unerschrockener Prosa die Erfahrung, in das "Wrack" ihres Körpers einzutauchen, um Trauer und Verlust anzuerkennen, aber auch um die Schönheit, Zerbrechlichkeit und Abhängigkeit aller menschlichen Körper zu erkennen. Die Memoiren sind eine Meditation über Behinderung, Metapher, Geschlecht, Sex und Liebe. A Body, Undone ist ein fesselnder Bericht über das Weiterleben, während Crosby ihren Körper wieder aufbaut und ein Leben durch Schreiben, Erinnerung und Begehren gestaltet.