Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung des französischen Krieges in Indochina, wobei der Schwerpunkt auf der Logistik liegt, aber auch eine Erzählung präsentiert wird, die das Interesse des Lesers aufrechterhält. Es ist gut recherchiert, mit nützlichen Statistiken und Grafiken, obwohl einige Leser vorschlagen, dass Vertrautheit mit der Geschichte des Konflikts das Verständnis verbessern kann.
Vorteile:Detaillierte Untersuchung der Logistik, gut recherchiert mit Primärquellen, hält das Interesse des Lesers aufrecht, nützliche Statistiken und Grafiken und trägt wesentlich zur Literatur über den französischen Krieg in Indochina bei.
Nachteile:Kann den Eindruck erwecken, dass der Schwerpunkt ausschließlich auf der Logistik liegt, was nicht ganz korrekt ist; zum besseren Verständnis sind Vorkenntnisse über die Geschichte des Konflikts erforderlich.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
A War of Logistics: Parachutes and Porters in Indochina, 1945-1954
Nach der Wiederbesetzung Indochinas durch die Franzosen am Ende des Zweiten Weltkriegs begannen die prokommunistischen vietnamesischen Nationalisten (Viet Minh) einen Aufstand, der sich 1949 zu einem ausgewachsenen Krieg ausweitete. Nach fast zehn Jahren grausamer Kämpfe war die westliche Welt fassungslos, als die Vietminh-Truppen die französische Unionsarmee im Mai 1954 in der Schlacht von Dien Bien Phu entscheidend besiegten. Die Logistik beherrschte jeden Aspekt des Ersten Indochinakrieges und diktierte die Ziele, die Organisation der Streitkräfte, den Zeitplan und die Dauer der Operationen und sogar das Endergebnis.
In A War of Logistics (Ein Krieg der Logistik) untersucht Charles R. Shrader akribisch die logistischen Einheiten der Französischen Union und der Vietminh in der Zeit der aktiven konventionellen Kriegsführung sowie die externe Unterstützung der Franzosen durch die Vereinigten Staaten und der Vietnamesen durch China. Obwohl die Vietnamesen nur wenige Vorteile gegenüber ihren Gegnern hatten, setzten ihre militärischen Führer in brillanter Weise ein hochgradig engagiertes Netzwerk von Soldaten und Zivilisten ein, das für das schwierige Terrain, in dem sie kämpften, entsprechend ausgerüstet war.
Auf der Grundlage umfangreicher Recherchen, wie z. B. freigegebenen Geheimdienstdokumenten, Berichten französischer Teilnehmer und Berichten von Vietminh-Führern, darunter Vo Nguyen Giap und Ho Chi Minh, bietet A War of Logistics eine ausführliche Darstellung des oft ignorierten, aber äußerst wichtigen Themas der Logistik in modernen Militärkampagnen.