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A New Middle Kingdom: Painting and Cultural Politics in Late Chosŏn Korea (1700-1850)
Historiker haben behauptet, dass die späte Chosŏn-Dynastie, als nach den verheerenden Invasionen durch die Japaner und Mandschus um die Wende zum 17.
Jahrhundert wieder soziale Stabilität in Korea einkehrte, eine Zeit beispielloser wirtschaftlicher und kultureller Renaissance war, in der sich der Wohlstand in neuen Programmen und Stilen der bildenden Kunst manifestierte. Das Neue Reich der Mitte stellt diese Annahme in Frage und behauptet stattdessen, dass die Landschafts- und Genremalerei wahrscheinlich dazu diente, die soziale Harmonie unter der Chosŏn-Herrschaft zu propagieren und den Status, den Reichtum und die Landnahme der herrschenden Klasse zu rechtfertigen.
Das Buch dokumentiert auch die Popularität von Kunstbüchern aus China und deren Missverständnis durch die Koreaner sowie, was besonders umstritten ist, die koreanische Begeisterung für Kunstprogramme aus dem Japan der Edo-Zeit und stellt damit akademische Stereotypen und nationalistische Tendenzen in der Forschung über die Chosŏn-Zeit in Frage. Als erste wirklich interdisziplinäre Studie über koreanische Kunst zeigt A New Middle Kingdom Realitäten der späten Chosŏn-Gesellschaft auf, die die visuelle Kunst zu verbergen und zu leugnen schien.