
A Place More Void
Der Name A Place More Void stammt aus einer Szene in William Shakespeares The Tragedy of Julius Caesar, in der ein älterer Wahrsager eine letzte Chance hat, Caesar vor den Iden des März zu warnen. Aus Sorge, dass er seine Botschaft wegen der überfüllten Gassen nicht überbringen kann, schmiedet der Wahrsager einen Plan, um Cäsar an einem "noch leereren Ort" zu finden und abzufangen. Genau diesem schwer fassbaren Ort widmet sich dieser Band, indem er die zahlreichen, bisher weitgehend vernachlässigten Aspekte der Leere im geografischen Denken theoretisch und empirisch untersucht.
Dieser Band präsentiert die bisher gründlichste und nachhaltigste Auseinandersetzung der Geographie mit der Leere und zeigt, in welchem Ausmaß verwandte Themen wie Lücken, Risse, Fehlen und Leere die grundlegenden Konzepte, Praktiken und Leidenschaften der Geographie durchdringen. In vier Teilen zu den Themen Löcher, Abwesenheit, Ränder und Leere demonstrieren die Beiträge die Fruchtbarkeit der Leere für das Denken in einem breiten Spektrum von Phänomenen: von Archiven bis zu Entführungen durch Außerirdische, von Höhlen bis zu Kryptoiden, von Wirbeln bis zu Fluchtpunkten.
A Place More Void versammelt etablierte und aufstrebende Wissenschaftler, die sich mit einem breiten Spektrum geografischer Themen beschäftigen und sich nicht nur durch archivarische, literarische und sozialwissenschaftliche Untersuchungen, sondern auch durch Sozial- und Raumtheorie, politische Manifeste, Poesie und Performance-Kunst ausdrücken.
Paul Kingsbury ist Professor für Geografie und stellvertretender Dekan der Fakultät für Umwelt an der Simon Fraser University. Er ist Mitherausgeber von Psychoanalytic Geographies und Soundscapes of Wellbeing in Popular Music. Anna J. Secor ist Professorin für Geographie an der Durham University. Sie ist die Mitherausgeberin von The Wiley Blackwell Companion to Political Geography.