Bewertung:

Das Buch bietet einen intimen und historischen Einblick in Franklin D. Roosevelts Beziehung zu Warm Springs, Georgia, und beleuchtet seine Besuche zur Heilung und persönlichen Erholung. Es enthält Fotos und Geschichten aus seinem Leben, die Einblicke in seine Interaktionen mit der örtlichen Gemeinde und den Einfluss des Ortes auf seine Präsidentschaft geben.
Vorteile:Reich an historischem Kontext, gut recherchierten Einblicken in das Leben von FDR, ausgezeichneten Fotografien, fesselnd für FDR-Fans und Geschichtsinteressierte, bietet es eine südliche Perspektive auf FDRs Beziehung zu Georgia.
Nachteile:Überwiegend positive Darstellung von FDR; möglicherweise fehlt es an Tiefe bei der Erörterung der Kritik von Georgiens politischen Führern.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
A President in Our Midst: Franklin Delano Roosevelt in Georgia
Franklin Delano Roosevelt besuchte Georgia zwischen 1924 und 1945 einundvierzig Mal. Diese reichhaltige Sammlung von Fotografien und Erinnerungen dokumentiert die entscheidende Rolle der Menschen und Orte Georgias für den Aufstieg von FDR von einem verzweifelten, von Krankheiten geplagten Politiker zu einem verehrten Führer, der das Land durch die schlimmste Depression und einen Weltkrieg führte.
Als gebürtiger New Yorker nannte FDR Georgia seinen „anderen Staat“. Auf der Suche nach Erleichterung von den verheerenden Auswirkungen der Kinderlähmung wurde er zunächst von den angeblichen Heilkräften des Wassers von Warm Springs angezogen. FDR fühlte sich sofort zu Georgia hingezogen, und die Anziehungskraft war gegenseitig. Fast zweihundert Fotos zeigen ihn bei der Arbeit und in der Rekonvaleszenz im Kleinen Weißen Haus, bei Ansprachen vor Menschenmengen, beim Sparring mit Reportern, bei Besuchen bei anderen Polio-Patienten und bei Touren durch die Landschaft. Zitate von Georgiern unterschiedlicher Herkunft verweisen auf die zahllosen Menschen, die er während seiner Zeit in diesem Bundesstaat berührt hat.
In Georgia, abseits des Rampenlichts, lernte FDR, Stärke auszustrahlen und gleichzeitig die Symptome der Kinderlähmung zu verbergen. Georgia war auch sein soziales Laboratorium, in dem er der Presse und der Bevölkerung neue Ideen vorstellte und Projekte zur wirtschaftlichen Erholung testete, die später landesweit eingeführt wurden. Vor allem aber lernte FDR, die einfachen Amerikaner zu lieben und zu respektieren - angefangen bei den Bauern, Lehrern, Dienstmädchen, Eisenbahnarbeitern und anderen, die er in Georgia traf.