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A Secular Need: Islamic Law and State Governance in Contemporary India
Ob aus der Perspektive der Befürworter des islamischen Rechts, der Partisanen des Säkularismus oder der Gemeinschaften, die in deren Kreuzfeuer geraten sind - viele Menschen sehen das Verhältnis zwischen islamischem Recht und Säkularismus als antagonistisch und zunehmend uneinig.
In den Vereinigten Staaten wird der Ruf nach „Scharia-Verboten“ laut, in Westeuropa wurden Moscheen und das Tragen von Kopftüchern rechtlich eingeschränkt, und im arabischen Nahen Osten bestehen Konflikte zwischen der säkularen alten Garde und den islamistischen Revolutionären fort - was darauf hindeutet, dass sich die zuvor unstete Koexistenz in offene Feindseligkeit verwandelt. Jeffrey Reddings Untersuchung von Indiens nichtstaatlichem System zur Beilegung muslimischer Streitigkeiten - bekannt als dar-ul-qaza-System und gemeinhin als „muslimische Gerichte“ oder „Shariat-Gerichte“ bezeichnet - stellt herkömmliche Darstellungen über den unvermeidlichen Gegensatz zwischen islamischem Recht und säkularen Formen der Staatsführung in Frage und zeigt, dass das säkulare indische Recht und die Staatsführung ohne die maßgebliche Unterstützung nichtstaatlicher islamischer Rechtsakteure nicht funktionieren können.