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An Uncertain Age: The Politics of Manhood in Kenya
Gewinner des Morris D. Forkosch-Preises 2018 der American Historical Association.
Finalist für den Bethwell A. Ogot-Preis 2018 der African Studies Association.
Im Kenia des 20. Jahrhunderts waren Alter und Geschlecht mächtige kulturelle und politische Kräfte, die die Beziehungen zwischen Haushalten und Generationen beeinflussten. Sie prägten auch den Kontakt der Ostafrikaner mit und ihren Einfluss auf die aufkommenden kolonialen und globalen Vorstellungen von Alter und Männlichkeit. Kenianische Männer und Jungen wurden erwachsen und erlangten ihre Männlichkeit durch wechselnde Übergangsriten und den Zugang zu neuen Lebensbereichen wie Stadtleben, Kriminalität, antikoloniale Gewalt und Nationalismus. Dabei machte sich die Kolonialregierung Männlichkeit und Reife als Mittel der Staatsführung und Kontrolle zu eigen.
In An Uncertain Age (Ein ungewisses Zeitalter) stellt Paul Ocobock Alter und Geschlecht in den Mittelpunkt des Alltagslebens und der Staatsbildung in Kenia. Er untersucht auf beispiellose Weise, wie das sich entwickelnde Konzept der "Jugend" die koloniale Macht und die Bewegungen gegen sie motivierte und anregte. Er erforscht die Männlichkeiten, über die Jungen und junge Männer debattierten und die sie auslebten, als sie auf der Suche nach Lohn durch die Kolonie zogen oder den Mau-Mau-Schwur leisteten. Er geht aber auch der Frage nach, wie die Vorstellungen britischer Beamter über Männlichkeit nicht nur die Vorstellungen junger afrikanischer Männer über ihre Männlichkeit prägten, sondern auch das Wesen der Kolonialherrschaft selbst.
An Uncertain Age reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Geschichten, die begonnen haben, monolithische männliche Identitäten aufzubrechen und die Geschichtsschreibung über Kenia und das Empire in neue Bereiche vorzustoßen.