Bewertung:

A Virtual Care Blueprint“ von Robert L. Longyear ist ein umfassender Leitfaden für Fachkräfte im Gesundheitswesen und politische Entscheidungsträger, der sich mit der Integration und den Auswirkungen der virtuellen Pflege im Gesundheitssystem befasst. Es geht auf aktuelle Herausforderungen ein, stellt strategische Lösungen vor und betont die Bedeutung einer soliden Infrastruktur für die virtuelle Pflege.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und leicht zugänglich und macht komplexe Konzepte im Gesundheitswesen verständlich. Longyear liefert klare Beispiele, veranschaulicht die Vorteile der virtuellen Pflege und schafft mit praktischen Strategien und Fallstudien Vertrauen. Es ist ansprechend und leidenschaftlich, was es zu einer wertvollen Ressource für alle, die in diesem Bereich tätig sind, macht.
Nachteile:Obwohl das Buch eine solide Grundlage bietet, erhebt es nicht den Anspruch, alle Antworten auf die komplexen Zusammenhänge der virtuellen Pflege zu haben. Darüber hinaus werden potenzielle Herausforderungen und Hindernisse wie regulatorische Hürden und Widerstände gegen Veränderungen angesprochen, die für einige Leser ein Problem darstellen könnten.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
A Virtual Care Blueprint: How Digital Health Technologies Can Improve Health Outcomes, Patient Experience, and Cost Effectiveness
Die Covid-19-Pandemie veranlasste Gesundheitssysteme auf der ganzen Welt, digitale Gesundheitstechnologien und virtuelle Pflegemodelle, die sich in den zehn Jahren zuvor langsam durchgesetzt hatten, zu erforschen und zu übernehmen. Insbesondere die Nutzung der Telemedizin stieg sprunghaft an, da Gesundheitsorganisationen und Regierungen den Zugang zu Gesundheitsdiensten ohne Infektionsrisiko ermöglichen mussten. Die Telemedizin gibt es in ihrer jetzigen Form seit fast zwei Jahrzehnten, aber die Nutzung nahm nach der raschen Verbreitung von Internet und Smartphones in den 2010er Jahren und erneut im Jahr 2020 aufgrund von Covid-19 erheblich zu.
Neben den traditionellen audiovisuellen Telemedizinmodalitäten haben neuere, fortschrittlichere Modelle technologiegestützter klinischer Dienste an Popularität gewonnen. Angetrieben durch die allgegenwärtigen modernen Telekommunikationstechnologien (z. B. das Smartphone), die wachsende Unzufriedenheit der Patienten mit der Gesundheitsversorgung und die zunehmende Epidemie chronischer Krankheiten in den Industrieländern haben Modelle wie die Patientenfernüberwachung (RPM) und andere hybride virtuelle Versorgungsmodelle Einzug in die klinische Praxis gehalten. RPM-basierte Pflegemodelle können die Lücken der transaktionalen Telemedizin füllen, um Patienten mit chronischen Erkrankungen eine angemessene Langzeitpflege zu bieten. Obwohl das Interesse an und die Akzeptanz von RPM-basierten virtuellen Pflegemodellen in letzter Zeit offensichtlich zugenommen hat, gibt es umfangreiche Forschungsarbeiten zu RPM, die sich mit den von den Patienten berichteten Ergebnissen, der klinischen Wirksamkeit und wirtschaftlichen Faktoren befassen.
In A Virtual Care Blueprint: How Digital Health Technologies Can Improve Health Outcomes, Patient Experience, and Cost-Effectiveness, Robert L. Longyear III untersucht die Wissenschaft, die klinischen Perspektiven und die potenziellen Auswirkungen von RPM-basierten virtuellen Pflegeprogrammen. In dem Bestreben, evidenzbasierte Informationen über RPM und virtuelle Pflege in einem mit Marketingmaterialien überschwemmten Markt bereitzustellen, liefert Longyear Führungskräften im Gesundheitswesen, Klinikern und politischen Entscheidungsträgern einen klaren Überblick über diese zunehmend wichtigen Pflegemodelle für ein modernes Gesundheitssystem.