
A Weaver-Poet and the Plague: Labor, Poverty, and the Household in Shakespeare's London
William Muggins, ein verarmter, aber hochgebildeter Weberdichter, lebte und schrieb im London der Jahrhundertwende, als nur wenige seiner Zeitgenossen überhaupt lesen konnten. Der mikrohistorische Ansatz von A Weaver-Poet and the Plague nutzt das Leben und die Schriften von Muggins, in denen er eine radikale Vision eines auf Arbeit und gegenseitiger Hilfe basierenden Gemeinwesens formuliert, als Einstieg in eine umfassendere Erzählung über Londons "middling sort" während der Pest von 1603.
Muggins war verschuldet, saß im Gefängnis und war mit seiner Leibeigenengesellschaft zerstritten, so dass er gezwungen war, mit seiner Familie aus dem zentralen Londoner Stadtteil Poultry in die weitaus ärmere und dichter besiedelte Gemeinde St. Olave's in Southwark zu ziehen. Hier, in seinem Haus, das von der Pest verwüstet wurde, schrieb Muggins 1603 sein kleines Epos London's Mourning Garment. Das Gedicht beklagt den Verlust von Menschenleben und das durch die Pest verursachte Leid, reflektiert aber auch die sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Stadt, von den Schmerzen der Mutterschaft und Kindererziehung bis hin zu den Ängsten vor Armut, unüberwindbaren Schulden und einem System, das Londons Schwächste im Stich gelassen hatte. Dieses Buch, das teils Literaturkritik, teils Mikrogeschichte ist, rekonstruiert Muggins' Haushalt, seine Lektüre, seine beruflichen und sozialen Netzwerke und seine Nähe zu einer Kultur der radikalen Religion in Southwark.
Mit einem Anhang, der eine vollständige Version von Londons Trauerkleid enthält, präsentiert dieser Band eine Straßenansicht des Londons des 17. Jahrhunderts, die einer Klasse, die oft als passiv und sprachlos dargestellt wird, Handlungsfähigkeit und Stimme verleiht.