Bewertung:

Das Buch ist ein autobiografischer Bericht von Fritz Wolff, der seine Erlebnisse in einer Bergbaustadt in Idaho während der Blütezeit des Hardrock-Bergbaus schildert. Es verbindet Humor, Nostalgie und reichhaltige Erzählungen, um das Wesen der Gemeinde und ihrer Charaktere einzufangen. Die Leserinnen und Leser schätzen die nachvollziehbare und fesselnde Erzählung sowie die aufschlussreiche Darstellung der Bergbauindustrie.
Vorteile:Leicht zu lesen, humorvoll, für Kenner der Gegend nachvollziehbar, reichhaltige Erzählung, authentischer Einblick in das Leben der Bergbaugemeinde, von den Einheimischen gut aufgenommen, weckt Nostalgie für vergangene Zeiten.
Nachteile:Einige Leser empfanden die Perspektive des Autors als etwas arrogant, und es gab Kritik an der Genauigkeit bestimmter Details, insbesondere an dem beschriebenen Bordell.
(basierend auf 15 Leserbewertungen)
A Room for the Summer: Adventure, Misadventure, and Seduction in the Mines of the Coeur D'Alene
In A Room for the Summer nimmt Fritz Wolff den Leser mit auf eine unvergessliche Reise in die raue Welt des Hartgestein-Bergbaus und berichtet von seinen Erfahrungen über und unter Tage als Ingenieurlehrling in den späten 1950er Jahren.
Im Juni 1956, im Alter von achtzehn Jahren, begann Wolff bei der Bunker Hill Company in Kellogg, Idaho, in der Region Coeur d'Alene zu arbeiten. In einem müden 1939er Chevy Coupé und mit etwa zwanzig Dollar in der Tasche verbrachte Wolff drei College-Sommer bei Bunker Hill. Er lernte aus erster Hand die Freuden der Kameradschaft mit seinen Kollegen und die Gefahren der Arbeit unter Tage kennen.
Heute ist der Hartgestein-Bergbau so gut wie vergessen. Die Bunker Hill Company ist nicht deshalb bekannt, weil sie 430 Millionen Unzen Silber produzierte und Tausenden von Familien mehr als ein Jahrhundert lang ein Auskommen bot, sondern weil sie eine der größten EPA-Superfundstellen ist. Wolff idealisiert die Bergbauindustrie nicht; für viele Arbeiter waren die Bedingungen alptraumhaft. Aber in seiner sparsamen, lyrischen Prosa beschwört er die innere Güte einer einfacheren Zeit herauf, in der hart arbeitende Menschen mit Mut, Humor und einer Menge Grips ihrer Arbeit nachgingen.