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Glimpses Into My Own Black Box, 12: An Exercise in Self-Deconstruction
George W. Stocking, Jr. hat sein ganzes Berufsleben damit verbracht, die Geschichte der Anthropologie zu erforschen, und seine Erkenntnisse haben das Verständnis der Anthropologen für ihr Fachgebiet seit zwei Generationen geprägt. Durch seine akribischen Forschungen hat Stocking gezeigt, wie Kräfte wie Politik, Ethnie, institutionelle Zugehörigkeit und persönliche Beziehungen die Disziplin seit ihren Anfängen beeinflusst haben. In dieser Autobiografie wendet er sich einem Thema zu, das ihm näher liegt, aber nicht weniger herausfordernd ist. Er blickt in seine eigene „Black Box“ und seziert seine Erziehung, seine Politik und sogar seine Beweggründe, über sich selbst zu schreiben. Das Ergebnis ist ein Buch, das sich selbst systematisch und bisweilen brutal in Frage stellt.
Eine interessante Frage, sagt Stocking, ist eine, die genau das richtige Maß an Angst hervorruft. Aber genau diese Angst ist vielleicht die eigentliche Quelle von Stockings bemerkenswerter intellektueller Energie und Leistung. In den ersten beiden Teilen des Buches zeichnet er die sich überschneidenden Vektoren seines beruflichen und persönlichen Lebens nach. Das Buch schließt mit einer Coda, „Octogenarian Afterthoughts“, die Einblicke in sein Leben nach der Pensionierung bietet, als fortschreitendes Alter, Krebs und Depressionen den Tenor seiner Reflexionen über sein Leben und sein Werk veränderten.
Dieses Buch ist der zwölfte und letzte Band der einflussreichen Reihe Geschichte der Anthropologie.