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An Analysis of John Stuart Mills's Utilitarianism
John Stuart Mills Utilitarismus von 1861 ist nach wie vor eines der bekanntesten und einflussreichsten Werke der Moralphilosophie, das je geschrieben wurde. Es ist auch ein Musterbeispiel für kritisches Denken - ein Werk, in dem Mill seine Argumentations- und Interpretationsfähigkeiten einsetzt, um ein gut strukturiertes, wasserdichtes und überzeugendes Argument für seine Position zu Kernfragen der Ethik zu schaffen.
Die zentrale Frage bestand für Mill darin, eine gültige Definition von Recht und Unrecht zu finden und daraus seine Moraltheorie abzuleiten. Die Festlegung gültiger, vertretbarer Definitionen ist ein entscheidender Aspekt guten interpretativen Denkens, und Mill legt seine so früh wie möglich fest. Handlungen sind seiner Meinung nach gut, wenn sie das Glück erhöhen, und schlecht, wenn sie das Glück verringern.
Entscheidend ist jedoch nicht unser eigenes Glück, sondern das Gesamtglück aller, die von einer bestimmten Handlung betroffen sind. Ausgehend von dieser Interpretation des moralisch Guten ist Mill in der Lage, systematisch einen kohärenten Rahmen für die Berechnung und Beurteilung des Gesamtglücks zu entwickeln und dabei verschiedene Arten und Qualitäten des Glücks zu berücksichtigen.
Wie jedes gute Beispiel für eine Argumentation berücksichtigt Mill in seiner Argumentation konsequent mögliche Einwände und baut sie in die Struktur des Buches ein, um sie im weiteren Verlauf anzuerkennen und ihnen zu begegnen.