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An Analysis of Clifford Geertz's the Interpretation of Cultures: Selected Essays
Clifford Geertz wurde als „der originellste Anthropologe seiner Generation“ bezeichnet - und dieser Ruf beruht weitgehend auf den enormen Beiträgen zur Methodik und zu den Ansätzen der anthropologischen Interpretation, die er in The Interpretation of Cultures dargelegt hat.
Die zentrale Bedeutung der Interpretationsfähigkeit für die Anthropologie ist unbestritten: In einem Fach, in dem es um das Verständnis des Menschen geht und das die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen den Kulturen herausarbeiten will, ist die Interpretation die entscheidende Fähigkeit. Für Geertz gingen die üblichen Interpretationsansätze jedoch nicht tief genug, und sein Lebenswerk konzentrierte sich auf die Vertiefung und Vervollkommnung der Interpretationsfähigkeiten seines Faches.
Geertz ist vor allem für seine Definition von „Kultur“ und seine Theorie der „dichten Beschreibung“ bekannt, einer einflussreichen Technik, die auf neuen Interpretationsansätzen beruht. Für Geertz sind „Kulturen“ „Bedeutungsgeflechte“, in die jeder eingebunden ist. Beim Verständnis von Kultur geht es also nicht so sehr darum, nach dem Gesetz zu suchen, sondern einen Interpretationsrahmen für die Bedeutung festzulegen, der sich direkt auf die Versuche konzentriert, die tatsächliche Bedeutung der Dinge innerhalb einer bestimmten Kultur zu definieren. Der beste Weg, dies zu tun, ist für Geertz die „dichte Beschreibung“: eine Art der Aufzeichnung von Dingen, die den Kontext und die Umgebung erforscht und die Bedeutung innerhalb des Netzes der Kultur zum Ausdruck bringt. Die ehrgeizige und kühne Schöpfung von Geertz ist eine Methode, von der alle kritischen Denker lernen können.