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An Analysis of Jonathan Riley-Smith's the First Crusade and the Idea of Crusading
Vielleicht hat kein Geschichtswerk, das im 20. Jahrhundert geschrieben wurde, mehr dazu beigetragen, einen bestehenden Konsens zu untergraben und seine Leser dazu zu bringen, ihre eigenen Vorurteile zu überdenken, als Jonathan Riley-Smiths revisionistische Darstellung der Motive der ersten Kreuzfahrer.
Riley-Smiths These - die auf umfangreichen Originalrecherchen beruht und fest in seiner Weigerung verwurzelt ist, die Beweise oder Argumente früherer Historiker unkritisch zu akzeptieren - lautet, dass die Mehrheit der Männer, die in den Jahren 1098-1100 zum Kreuzzug in den Osten reisten, in erster Linie durch den Glauben motiviert war. Diese Erkenntnis, die in direktem Widerspruch zu dem seit mindestens vier Jahrhunderten herrschenden Konsens steht, dass andere Motive, nicht zuletzt die Gier nach Land, wichtiger waren, hat zu einer spannenden Neubewertung der gesamten Kreuzzugsbewegung geführt.
Riley-Smith untermauerte dies mit einer forensischen Untersuchung der zentralen, die Kreuzfahrer inspirierenden Rede von Papst Urban II. und versuchte, die Bedeutung von fünf konkurrierenden zeitgenössischen Darstellungen zu klären, um zu verstehen, wie aus einem ursprünglich einfachen und ziemlich verwirrenden Hilferuf eine ausgefeilte Begründung für das Konzept des "gerechten Krieges" wurde.