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A Way of Work and a Way of Life: Coal Mining in Thurber, Texas, 1888-1926 Volume 9
Die Kohlemine war für die Bergleute in Thurber, Texas, im späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert weit mehr als nur eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen - sie war eine Lebensform. Der Kohlebergbau beherrschte das Arbeitsleben in Thurber, und die Bergleute dominierten das gesellschaftliche Leben. Die zahlreichen Einwanderer, die in den Bergwerken von Thurber arbeiteten, stammten aus mehr als einem Dutzend Nationen, was dieser texanischen Stadt eine gewisse Einzigartigkeit verlieh.
1888 gründeten Robert D. Hunter und die Texas & Pacific Coal Company die Stadt Thurber auf dem Gelände von Johnson Mines, einem kleinen Bergbaudorf am westlichen Rand von Nord-Zentral-Texas, wo die Bezirke Palo Pinto, Erath und Eastland zusammenlaufen. William Whipple und Harvey E. Johnson gründeten dort 1886 eine kleine Gemeinde, als die Nachfrage der Eisenbahnen nach Kohle die Möglichkeit einer finanziellen Belohnung für Unternehmer erhöhte, die bereit waren, das Risiko einzugehen, die dünnen Steinkohleadern unter der Erde zu erschließen. Wo die ersten Unternehmen scheiterten, setzten sich Hunter und seine Anteilseigner durch. Fast vierzig Jahre lang förderte das Unternehmen Kohle und besaß und betrieb eine Stadt, in der 1910 mehr als dreitausend Einwohner lebten.
In mancher Hinsicht spiegelte die Stadt die Arbeit und die Kultur der Steinkohlebergbaugemeinden in den gesamten Vereinigten Staaten wider. Wie in den meisten anderen Orten kam es auch hier zu Arbeitskämpfen, die 1903 einen dramatischen Höhepunkt erreichten, als die United Mine Workers, ermutigt und gestärkt durch Erfolge in anderen Teilen des Südwestens, die Bergarbeiter von Thurber organisierten. Im Gegensatz zu anderen Orten war der Erfolg der Bergleute in Thurber jedoch nicht mit Gewalt und Todesopfern verbunden; außerdem waren die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in der Zeit nach dem Streik im Allgemeinen von guten Beziehungen geprägt.
Marilyn Rhinehart untersucht die Arbeitskultur der Bergleute, die Demografie und das soziale Leben in der Gemeinde sowie die Vorteile und Zwänge des Lebens in einer Betriebsstadt. Sie zeigt vor allem die Merkmale einer durch den Beruf des Bergmanns geprägten Arbeits- und Feierabendkultur auf.