
Becoming a Movement: Identity, Narrative and Memory in the European Global Justice Movement
Wissenschaftler, die sich mit sozialen Bewegungen beschäftigen, interessieren sich zunehmend für die Rolle von Geschichten in politischen Auseinandersetzungen. Geschichten können die Mobilisierung von Aktivisten erleichtern und die Resonanz auf ihre Forderungen im öffentlichen Diskurs und in der institutionellen Politik stärken.
In diesem Buch wird die Rolle von Erzählungen beim Aufbau einer kollektiven Identität untersucht - ein wesentliches Element für das anhaltende Engagement von Aktivisten. Obwohl die Verbindung zwischen Narrativen und der Identität von Bewegungen oft als wichtig bezeichnet wird, ist sie noch wenig erforscht.
Die Analyse des Buches konzentriert sich auf die Global Justice Movement (GJM), eine Bewegung, die für ihre Vielfalt an politischen Perspektiven bekannt ist, und stützt sich auf einen reichen Fundus an Originaldaten. Auf der Grundlage eines Vergleichs verschiedener nationaler Konstellationen der GJM in Europa zeigt das Buch die zentrale Bedeutung der Erzählungen von Aktivisten für die Bildung und Aufrechterhaltung der Identität der Bewegung und für die Stärkung der Beständigkeit der GJM.