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A History of False Hope: Investigative Commissions in Palestine
Dieses Buch bietet eine provokative Nacherzählung der politischen Geschichte Palästinas durch eine Untersuchung der internationalen Kommissionen, die politische Gewalt und Menschenrechtsverletzungen untersucht haben. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurden mehr als zwanzig Kommissionen einberufen, doch diese Untersuchungen haben keine wesentlichen Veränderungen bewirkt.
Die Ergebnisse der allerersten Kommission, der King-Crane-Kommission von 1919, wurden unterdrückt. Das Mitchell-Komitee, das in der Hitze der zweiten Intifada einberufen wurde, forderte die Palästinenser auf, mehr Verständnis für die Gefühle ihrer Besatzer aufzubringen. Und die Ermittler, die 2008 aus dem von Granaten zerstörten Gazastreifen zurückkehrten, zeigten sich entsetzt über das Ausmaß der Zerstörung, doch die Bewohner des Gazastreifens leben weiterhin unter einer lähmenden Blockade.
Lori Allen stützt sich auf Debatten in der Presse, bisher nicht untersuchte UN-Berichte, historische Archive und ethnografische Forschungen und untersucht sechs wichtige Untersuchungsausschüsse des letzten Jahrhunderts. Sie zeigt auf, wie die hartnäckigen Forderungen der Palästinenser nach Unabhängigkeit routinemäßig in die gefühllose Sprache der Berichte und Resolutionen übersetzt wurden.
Allen argumentiert, dass diese Kommissionen, die als Technologien der liberalen Global Governance fungieren, keine Gerechtigkeit schaffen, sondern nur den unterdrückerischen Status quo. A History of False Hope ist eine bissige Kritik an der fesselnden Anziehungskraft und kalten Ohnmacht des internationalen Rechts.