Bewertung:

Gronewolds Buch bietet eine einzigartige Untersuchung des Gesetzes über gefährdete Arten anhand der parallelen Geschichten des Rotscheitelkranichs in Japan und des Schreikranichs in den USA. Die Autorin verbindet persönliche Erfahrungen und professionelle Einschätzungen, während sie gleichzeitig breitere Themen der biologischen Vielfalt und der Naturschutzbemühungen erforscht und die Erfolge und Herausforderungen beim Schutz gefährdeter Arten aufzeigt.
Vorteile:Das Buch ist eine wichtige und gut recherchierte Untersuchung des Endangered Species Act und seiner globalen Auswirkungen und hebt Erfolgsgeschichten des Artenschutzes hervor. Es ist reich an Details und bietet eine durchdachte Perspektive auf die Verflechtung der Schutzbemühungen. Gronewolds Mischung aus persönlichen Erzählungen und tiefgründigen Einblicken in die Umwelt macht das Buch zu einer fesselnden Lektüre, die zum kritischen Denken anregt.
Nachteile:Einige Leser werden vielleicht feststellen, dass das Buch keine endgültigen Antworten gibt und bestimmte Themen, wie z. B. die Bemühungen um die Eindämmung des Artensterbens, unerforscht lässt. Darüber hinaus können die Diskussionen über spezifische politische Maßnahmen für diejenigen, die mit der Umweltgesetzgebung nicht vertraut sind, sehr dicht sein.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
A Tale of Two Cranes: Lessons Learned from 50 Years of the Endangered Species ACT
Es ist 50 Jahre her, dass die Vereinigten Staaten mit der Verabschiedung des Gesetzes über gefährdete Arten (Endangered Species Act) im Jahr 1973 eine Revolution im Naturschutz versuchten. Jetzt, fünfzig Jahre später, befindet sich der Fish and Wildlife Service an einem Scheideweg: Einige Bemühungen zur Wiederherstellung der Artenvielfalt sind erfolgreich, aber zu viele sind entweder gescheitert oder stecken selbst nach jahrzehntelanger Arbeit im Leerlauf fest.
Nehmen wir zum Beispiel die Geschichte zweier Kraniche, des Schreikranichs im Südosten von Texas und des Rotscheitelkranichs in Nordjapan. Beide wurden Anfang des 20. Jahrhunderts an den Rand des Aussterbens gedrängt, wobei die überlebenden Populationen nur noch 20 bis 40 Individuen umfassten, und sind nun Gegenstand konzertierter Wiederherstellungsbemühungen unter der Leitung fortschrittlicher nationaler Regierungen.
Der U.S.
Fish and Wildlife Service hat sich hauptsächlich auf den Schutz der Lebensräume konzentriert, während sich das japanische Umweltministerium vor allem auf das direkte Überleben der Populationen durch ein langjähriges Winterfütterungsprogramm konzentriert hat. Diese beiden Fallstudien bieten eine Vorlage für den Vergleich verschiedener Ansätze für gefährdete Arten: Habitatmanagement vs.
Populationsmanagement. Bislang hat sich der japanische Ansatz als erfolgreicher erwiesen, aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Was können wir aus diesen Erkenntnissen über das Management anderer gefährdeter Arten lernen? Kann die Rehabilitation von Arten standardisiert werden, oder muss jede Maßnahme von Fall zu Fall geplant und umgesetzt werden?
A Tale of Two Cranes (Eine Geschichte von zwei Kranichen) dient als Ausgangspunkt für ein besseres Verständnis des Fortschritts und der Fallstricke, die mit dem Management gefährdeter Arten verbunden sind. Dabei werden die Erfahrungen aus 50 Jahren seit der Verabschiedung des bahnbrechenden Endangered Species Act durch den US-Kongress im Dezember 1973 berücksichtigt. Auch in Anbetracht von Erfolgsgeschichten wie dem Attwater-Präriehuhn hat das ESA einen enormen Einfluss auf Theorie und Praxis des Artenschutzes in der ganzen Welt gehabt, vom Tasmanischen Teufel in Australien bis zu den Schweinswalen in Mexiko.
Doch zunehmende Haushaltszwänge der Regierungen, die Unaufmerksamkeit der Öffentlichkeit und eine Reihe von Rückschlägen, die zahlreiche Rehabilitationsinitiativen erlitten haben, werden letztendlich dazu führen, dass das konventionelle Denken über das Management gefährdeter Arten in Frage gestellt wird wie nie zuvor. Der Autor Nathanial Gronewold erklärt, wie es dazu kam, wo die Dinge heute stehen und welche Lehren die Naturschützer ziehen müssen, wenn die Welt weiter darum kämpft, die globale Ausrottungskrise zu stoppen.