Bewertung:

Das Buch „A Storied Wilderness“ von James Feldman bietet eine umfassende Erkundung der Apostelinseln, in der Geschichte und Naturschutz miteinander verknüpft werden. Es bietet eine neue Perspektive auf die Beziehung zwischen Mensch und Natur, wirft aber auch Fragen zu anthropozentrischen Ansichten und den Realitäten des Ökotourismus auf.
Vorteile:Das gut geschriebene und sorgfältig beschriebene Buch bietet einen überzeugenden neuen Rahmen für das Verständnis von Wildnis durch das Konzept des „rewilding“. Der Autor verbindet auf effektive Weise den historischen Kontext mit der Natur und lädt die Leser dazu ein, die Auswirkungen des Menschen auf die Umwelt neu zu überdenken. Viele finden das Buch fesselnd und ansprechend.
Nachteile:Kritiker weisen auf die anthropozentrischen Tendenzen des Buches und die etwas oberflächliche Darstellung des Ökotourismus hin, die eher eine Illusion von Natur als echte Authentizität vermittelt. Einige sind der Meinung, dass es die Komplexität und die Herausforderungen eines echten Umweltmanagements beschönigt.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
A Storied Wilderness: Rewilding the Apostle Islands
Die Apostelinseln sind ein einsamer Ort von natürlicher Schönheit, mit roten Sandsteinklippen, abgelegenen Stränden und einem reichen und einzigartigen Wald, umgeben vom kalten, blauen Wasser des Lake Superior. Doch diese scheinbar unberührte Wildnis wurde vom Menschen geformt und umgestaltet. Die Menschen, die auf den Aposteln lebten und arbeiteten, bauten Häuser, rodeten Felder und schlugen Holz in den Wäldern der Insel. Die Folgen der menschlichen Entscheidungen, die vor mehr als einem Jahrhundert getroffen wurden, lassen sich noch heute in den wilden Landschaften ablesen.
A Storied Wilderness zeichnet die komplexe Geschichte der menschlichen Interaktion mit den Apostelinseln nach. In den 1930er Jahren schien die natürliche Schönheit der Inseln durch den Abbau von Ressourcen für immer verloren zu sein. Doch als sich die Inselwälder regenerierten, änderte sich auch die Art und Weise, wie die Menschen die Inseln nutzten und schätzten - menschliche und natürliche Prozesse führten gemeinsam zur Wiederbelebung der Apostel. Im Jahr 1970 wurden die Apostel in das Nationalparksystem aufgenommen und schließlich als Gaylord Nelson Wilderness ausgewiesen.
Wie sollten wir wilde Orte mit menschlicher Vergangenheit verstehen und wertschätzen? James Feldman argumentiert überzeugend, dass solche Orte die Möglichkeit bieten, den Platz des Menschen in der Natur neu zu überdenken. Die Apostelinseln sind ein idealer Schauplatz, um die nationale Geschichte zu erzählen, wie es dazu kam, dass wir menschliche Aktivitäten mit dem Verlust von Wildnismerkmalen gleichsetzen, während in Wirklichkeit alle von uns geschätzten Wildnisgebiete das Ergebnis komplizierter Wechselwirkungen zwischen der menschlichen und der natürlichen Geschichte sind.
Sehen Sie sich den Buchtrailer an: https: //www.youtube.com/watch? v=frECwkA6oHs.