
A 'Crisis of Whiteness' in the 'Heart of Darkness': Racism and the Congo Reform Movement
Die britische und US-amerikanische Kongo-Reformbewegung (ca. 1890-1913) ist für ihre "heldenhafte" Auseinandersetzung mit den kolonialen Gräueltaten im Kongo-Freistaat ausgiebig gepriesen worden.
Ihr Engagement für die weiße Vorherrschaft und die koloniale Beherrschung wird jedoch nach wie vor übersehen, geleugnet oder bagatellisiert. In dieser historisch-soziologischen Studie wird argumentiert, dass der Rassismus der ideologische Eckpfeiler und das Hauptanliegen dieser ersten großen Menschenrechtskampagne des 20. Jahrhunderts war.
Durch eine gründliche Analyse zeitgenössischer Quellen entlarvt Felix L. Sing die koloniale und rassistische Prägung des modernen Menschenrechtsdiskurses und untersucht die "historische Arbeit" des Rassismus an einer Schnittstelle zwischen imperialer Macht und weißer Krise.