
A critical assessment of the role of directors in relation to takeovers of public companies
Essay aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Privatrecht / Handelsrecht / Kartellrecht / Wirtschaftsrecht, Note: A, University of Edinburgh (Edinburgh Law School), Sprache: Deutsch: A, University of Edinburgh (Edinburgh Law School), Studiengang: Company Law, Sprache: Deutsch Englisch, Beschreibung: Zielvorstände haben eine zweideutige Rolle bei Unternehmensübernahmen. Einerseits sind sie, sobald sich ein Angebot ankündigt, stark involviert und verbringen den Großteil ihrer Zeit damit, auf das Angebot zu reagieren und die Aktionäre zu beraten, deren Interessen sie in erster Linie vertreten müssen.
Andererseits sind sie mit verschiedenen potenziellen Interessenkonflikten konfrontiert, da Übernahmen erhebliche persönliche und berufliche Auswirkungen auf sie haben können. In diesem Aufsatz wird die Rolle der Direktoren im Zusammenhang mit Übernahmen von Aktiengesellschaften kritisch bewertet. Ihre unternehmerischen Befugnisse werden durch eine Reihe von Vorschriften im Übernahmekodex eingeschränkt.
Die Übernahmevorschriften lassen jedoch einen erheblichen Ermessensspielraum für den Vorstand, der somit dem Common Law und dem allgemeinen Gesellschaftsrecht unterliegt.
Wie wir sehen werden, haben die Direktoren des Zielunternehmens nur eine beratende Funktion gegenüber den Aktionären, die letztlich über die Annahme des Übernahmeangebots entscheiden. Der Aufsatz ist wie folgt gegliedert.
In Abschnitt 2 wird zunächst der Kontext von Übernahmen öffentlicher Unternehmen vorgestellt, gefolgt von einer kurzen Zusammenfassung der üblichen Motive für Übernahmen in Abschnitt 3. Besonderes Gewicht wird auf die Auswirkungen der Theorie des Marktes für Kontrolle auf die Direktoren gelegt, die zu verschiedenen Zeitpunkten einen Einfluss auf die Übernahmeregelung hatten. Abschnitt 4 befasst sich dann mit der Zuweisung der Entscheidung über die Annahme eines Übernahmeangebots an die Aktionäre.
Um dieses Recht nicht durch Abwehrmaßnahmen zu beeinträchtigen, die ein Übernahmeangebot vereiteln könnten, hat der Übernahmekodex den Direktoren des Zielunternehmens eine strenge "No frustration rule" auferlegt. Dies wird in Abschnitt 5 behandelt. Es wird auch auf die jeweiligen (treuhänderischen) Pflichten der Direktoren nach dem Common Law und dem Gesellschaftsrecht eingegangen.
Anschließend wird in Abschnitt 6 die beratende Rolle des Zielunternehmens kritisch erörtert.