Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
An Open Door: New Travel Writing for a Precarious Century
Dieser Wandel kommt zur rechten Zeit: Die Trennung Großbritanniens von der Europäischen Union stellt Wales vor die Frage nach seiner Beziehung zur eigenen Vergangenheit, zum britischen Staat, zu Europa und darüber hinaus, während die gegenwärtigen politischen, gesundheitlichen und ökologischen Krisen bedeuten, dass Reiseschriftstellerei nie wieder das bequeme, eskapistische Genre sein kann und darf, das sie einmal war. Unsere modernen Identitätsängste finden hier ihren Niederschlag in Texten, die die Bedeutung von Zugehörigkeit und Heimkehr auf persönliche Weise hinterfragen und die Suche nach Stabilität und Trost ebenso widerspiegeln wie den Wunsch nach Abenteuer.
Es sind lyrische Geschichten, die sich durch Kaleidoskope der Familien- und Weltgeschichte brechen, neben Berichten über erzwungene Vertreibung und die hartnäckige Liebe, die zwischen Menschen und Orten besteht. Doch diese Stücke zeigen auch den bleibenden Wert und die Freude am Reisen selbst.
Zusammengenommen erweitern die Geschichten in An Open Door das Erbe von Jan Morris in eine turbulente Gegenwart und eine noch ungewissere Zukunft. Ob von Llyn oder der somalischen Wüste aus betrachtet, wir blicken immer noch abwechselnd auf dieselben Sterne, und vielleicht ist es vor allem diese Erkenntnis, die uns ermutigt, die Tür so lange offen zu halten, wie wir können.