Bewertung:

Die Rezensionen heben ein Buch hervor, das einen bedeutenden Briefwechsel zwischen Johannes Calvin und Jacopo Sadoleto aus der Anfangszeit der Reformation enthält. Die Briefe bieten Einblicke in die theologische Kluft zwischen Protestantismus und römischem Katholizismus und zeigen die Stärken von Calvins Verteidigung des protestantischen Glaubens gegenüber Sadoletos emotionalen Appellen zur Rückkehr zum Katholizismus. Die Rezensenten loben im Allgemeinen den Inhalt wegen seiner historischen und theologischen Bedeutung, weisen aber auch auf einige Probleme mit der Sprache und dem akademischen Ton hin.
Vorteile:⬤ Bietet einen wesentlichen historischen Einblick in die Reformation.
⬤ Zwei intellektuell herausragende Persönlichkeiten, Calvin und Sadoleto, vertiefen das Verständnis der theologischen Debatten.
⬤ Calvins Antwort wird als rational, biblisch und humorvoll angesehen.
⬤ Enthält wertvolle Anhänge zur Rechtfertigung sowohl aus Calvins Werken als auch aus dem Konzil von Trient.
⬤ Zugänglich für Leser mit Interesse an historischer Theologie und der protestantischen Reformation.
⬤ Die Einleitung wird als zu akademisch empfunden, was einige Leser dazu veranlasst, häufig ein Wörterbuch zu Rate zu ziehen.
⬤ Einige Rezensenten fanden Calvins Stil dicht und anspruchsvoll, besonders in den Anhängen.
⬤ Das Buch ist relativ kurz, was diejenigen, die eine ausführlichere Behandlung des Themas wünschen, nicht zufrieden stellen könnte.
⬤ Einige Leser können sich mit Calvins Ideen nicht anfreunden, was sich in ihren persönlichen Meinungsverschiedenheiten mit seiner Theologie ausdrückt.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
A Reformation Debate: John Calvin & Jacopo Sadoleto
1539 richtete Kardinal Jacopo Sadoleto, Bischof von Carpentras, einen Brief an die Magistrate und Bürger von Genf, in dem er sie aufforderte, zum römisch-katholischen Glauben zurückzukehren. Johannes Calvin antwortete Sadoleto und verteidigte die Annahme der protestantischen Reformen.
Der Brief von Sadoleto und die Antwort Calvins stellen einen der interessantesten Meinungsaustausche zwischen Katholiken und Protestanten während der Reformation dar und sind eine hervorragende Einführung in die große religiöse Kontroverse des sechzehnten Jahrhunderts. Diese Erklärungen sind nicht in vacuo einer römisch-katholischen und protestantischen Position. Sie wurden inmitten des religiösen Konflikts verfasst, der damals Europa spaltete.
Und sie spiegeln auch das Temperament und die persönliche Geschichte der Männer wider, die sie geschrieben haben. Sadolets Brief hat einen irenischen Ansatz, eine Betonung der Einheit und des Friedens der Kirche, die sehr charakteristisch für den christlichen Humanismus ist, den er vertrat.
Calvins Antwort ist zum Teil eine persönliche Verteidigung, eine apologia pro vita sua, die seine eigene religiöse Erfahrung wiedergibt. Und seine straffe, umfassende Argumentation ist charakteristisch für den disziplinierten und logischen Verstand des Verfassers der „Institute of the Christian Religion“.