Bewertung:

Wendy Shalits Buch „A Return to Modesty“ (Eine Rückkehr zur Bescheidenheit) untersucht das Konzept der Bescheidenheit in der heutigen Gesellschaft und vertritt die Auffassung, dass der Niedergang der kulturellen Werte der Bescheidenheit zu verschiedenen sozialen Problemen geführt hat, die Frauen betreffen. Das Buch ist bekannt für seine aufschlussreichen Zusammenhänge zwischen modernem weiblichen Verhalten und gesellschaftlichen Tendenzen, die durch persönliche Anekdoten und historische Perspektiven verdeutlicht werden. Während viele Leserinnen und Leser das Buch als aufschlussreich und bestätigend empfinden, kritisieren andere die Art der Darstellung und die vermeintlichen Vorurteile.
Vorteile:⬤ Aufschlussreiche Erforschung der Bescheidenheit und ihrer Auswirkungen auf das Verhalten und die Sicherheit von Frauen.
⬤ Fesselnder Schreibstil, der Humor und einen unterhaltsamen Ton beinhaltet.
⬤ Gut recherchiert mit Verweisen auf historische und philosophische Quellen.
⬤ Bestätigt die Erfahrungen vieler junger Frauen, die sich von der modernen Kultur unter Druck gesetzt fühlen.
⬤ Regt zum Nachdenken über gesellschaftliche Normen und persönliche Entscheidungen an.
⬤ Einige Leser empfinden den Ton der Autorin als pompös oder selbstgerecht.
⬤ Kritik an der Verwendung von Frauenzeitschriften als Quellen kann den wissenschaftlichen Wert des Buches schmälern.
⬤ Übertrieben dramatische Behauptungen über gesellschaftliche Themen, die nicht durch empirische Daten gestützt werden.
⬤ Das Buch wird von einigen als langatmig oder repetitiv empfunden, was das allgemeine Engagement beeinträchtigt.
⬤ Eine jüdisch-christliche Perspektive kann Leser mit anderem Hintergrund oder anderem Glauben abschrecken.
(basierend auf 134 Leserbewertungen)
A Return to Modesty: Discovering the Lost Virtue
Diese überarbeitete und aktualisierte Jubiläumsausgabe von A Return to Modesty (Rückkehr zur Bescheidenheit) greift Wendy Shalits kontroverse Behauptung auf, dass wir unseren Respekt vor einer wesentlichen Tugend verloren haben: der Bescheidenheit. Als A Return to Modesty 1999 zum ersten Mal veröffentlicht wurde, löste ihre These eine weltweite Diskussion über die Möglichkeit von Unschuld und romantischem Idealismus aus.
Wendy Shalit war die erste, die systematisch Kritik an der „hook-up“-Szene übte und die Schäden aufzeigte, die sich aus einer derartigen Öffentlichkeit der Sexualität ergeben. Heute, da die sozialen Medien die Grenze zwischen öffentlichem und privatem Leben zunehmend verwischen und die Ausbeutung von Kindern zunimmt, ist das Konzept der Bescheidenheit aktueller denn je. Aktualisiert mit einem neuen Vorwort, das auf die besonderen Probleme der heutigen Gesellschaft eingeht, zeigt A Return to Modesty, warum die „verlorene Tugend“ der Bescheidenheit kein Manko ist, das wir heilen sollten, sondern vielmehr ein wunderbarer Instinkt, der gefeiert werden sollte.
Die Rückkehr zur Bescheidenheit ist ein zutiefst persönlicher Bericht und eine faszinierende intellektuelle Erkundung von den Sitten des siebzehnten Jahrhunderts bis hin zu dem Lied Baby, It's Cold Outside“ von 1948. Shalit, die sich weder vor Sozialkonservativen noch vor Feministinnen fürchtet, erinnert uns daran, dass Bescheidenheit keine Prüderie ist, sondern ein natürlicher Instinkt - und einer, der uns vielleicht vor uns selbst retten kann.