Bewertung:

Das Buch bietet eine sehr persönliche und historische Perspektive auf das Leben in Williamsburg, Brooklyn, und konzentriert sich insbesondere auf die Erfahrungen des Autors, der in der orthodoxen jüdischen Gemeinde in der Mitte des 20. Jahrhunderts aufgewachsen ist. Während viele Leser das Buch fesselnd und nostalgisch fanden, kritisierten andere, dass es ein negatives Bild der ultra-orthodoxen Gemeinden zeichnete.
Vorteile:⬤ Lebendige und zu Herzen gehende Erzählung, die Nostalgie hervorruft.
⬤ Gut recherchiert und mit vielen historischen Details.
⬤ Fesselnder Schreibstil, der den Leser in seinen Bann zieht.
⬤ Bietet eine einzigartige Perspektive auf den Wandel der Williamsburg Community.
⬤ Hebt komplexe soziale Realitäten und persönliche Reflexionen hervor.
⬤ Einige Leser empfinden die Perspektive des Autors als voreingenommen oder übermäßig kritisch gegenüber der ultraorthodoxen Kultur.
⬤ Bestimmte persönliche Anekdoten können als unnötig oder spalterisch empfunden werden.
⬤ Kritiker argumentieren, das Buch könne negative Gefühle gegenüber den beschriebenen Gemeinschaften wecken.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
A Sukkah Is Burning: Remembering Williamsburg's Hasidic Transformation
PHILIP FISHMAN wuchs in den 1950er Jahren im jüdischen Viertel von Williamsburg in Brooklyn auf, als die Gemeinde einen großen Zustrom chassidischer jüdischer Flüchtlinge aus Osteuropa erlebte und sich von einer multiethnischen jüdisch-heterodoxen Gemeinde, die den „jüdischen“ Vierteln in anderen Teilen von New York City ähnelte, zu einer engmaschigen Neuerfindung eines ultrafrommen osteuropäischen Schtetls entwickelte.
Die Kultur und die Werte der Neuankömmlinge standen oft in scharfem Konflikt mit der älteren Gemeinde. Die Verwerfungen dieses Kulturkampfes bildeten den Kontext seiner Kindheit - und diese Erinnerungen beschreiben anschaulich die persönlichen, familiären und gemeinschaftlichen Spannungen, die mit diesem sozialen Wandel verbunden waren.
Die Verwandlung Williamsburgs in eine reine Haredi-Enklave war die erste ihrer Art in den Vereinigten Staaten, aber die tiefgreifende Umgestaltung dieses Viertels mit den damit verbundenen Unstimmigkeiten in der Gemeinschaft fand bald ein Echo in vielen anderen amerikanischen Orten und findet auch in vielen israelischen Gemeinden statt. Die Umgestaltung von Williamsburg in der Nachkriegszeit war ein Vorbote der dramatischen und anhaltenden Umgestaltung der amerikanischen Orthodoxie und - im weiteren Sinne - des amerikanisch-jüdischen Lebens im 21.