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A Theory of Virtual Agency for Western Art Music
In seinem dritten Band über musikalische Ausdrucksbedeutung untersucht Robert S.
Hatten das virtuelle Handeln in der Musik aus den Perspektiven von Bewegung, Geste, Verkörperung, Themen, Tropen, Emotion, Narrativität und Aufführung. Im Unterschied zu den tatsächlichen Handlungen von Komponisten und Interpreten, deren absichtliche Handlungen entweder Musik in notierter Form erschaffen oder Musik als bedeutsamen Klang manifestieren, wird die virtuelle Handlung aus den impliziten Handlungen dieser Klänge abgeleitet, da sie sich in musikstilistischen Kontexten bewegen und Tendenzen offenbaren.
Von unseren grundlegendsten Zuschreibungen von Quellen für wahrgenommene Energien in der Musik bis hin zum höchsten Bereich unserer Auseinandersetzung mit musikalischer Subjektivität erklärt Hatten, wie virtuelle Agenten im Unterschied zu realen Agenten entstanden sind, wie unspezifizierte Aktanten Eigenschaften (virtueller) menschlicher Agenten annehmen können und wie virtuelle Agenten verschiedene aktorische Rollen übernehmen. Nebenbei demonstriert Hatten einige der musikalischen Mittel, mit denen Komponisten und Interpreten aus verschiedenen historischen Epochen verschiedene Ebenen virtueller Handlungsfähigkeit inszeniert und projiziert haben, indem sie die Zuhörer fantasievoll und interaktiv in die Ausdrucksbereiche ihrer virtuellen und fiktiven musikalischen Welten einbezogen.