
Making a Man: Gentlemanly Appetites in the Nineteenth-Century British Novel
Grütze und Trüffel, Wein und Gin, Opium und Kokain. "Making a Man: Gentlemanly Appetites in the Nineteenth-Century British Novel" befasst sich mit dem Konsum von Speisen, Getränken und Drogen im auffallend konsumfreudigen neunzehnten Jahrhundert, um der Frage nachzugehen, was einen Mann in den Romanen dieser Zeit eigentlich ausmacht. Gwen Hyman analysiert die Rituale des Esszimmers, des Salons, der Opiumhöhle und des Kokainlabors sowie die Art und Weise, wie diese Ernährungsgewohnheiten den Körper des Gentleman formen, entformen und neu gestalten.
Der Gentleman, so argumentiert Making a Man", ist eine gefährliche alimentäre Kraft. Bedroht von Ortlosigkeit, versucht er, sich durch sein Schlemmen und Fasten zu verorten und zu markieren. Doch dabei droht er unweigerlich zu verhungern, die ihn umgebende Gemeinschaft zu verschlingen. Der Gentleman ist zugleich grundlegend und grundlegend bedrohlich für die Gesundheit der Nation: Seine alimentäre Ungeheuerlichkeit stellt den Alptraum der strebsamen, ängstlichen, nahrungsgeplagten Mittelschicht dieser Zeit dar.
"Making a Man" bedient sich der Essensgeschichte und -theorie, der Literaturkritik, der Anthropologie, der Geschlechtertheorie, der Ökonomie und der Sozialkritik, um den Gentleman-Konsumenten von Mr. Woodhouse, dem Haferschleimesser in Jane Austens Emma, bis hin zum Vampir und den Männern, die ihn in Bram Stokers Dracula jagen, zu lesen. Hyman argumentiert, dass der Appetit ein entscheidendes Mittel ist, um die schwer fassbare Identität des Gentleman zu beleuchten, einer Figur, die die Macht verkörpert und dennoch in der viktorianischen Literatur kaum vorkommt.".