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Framed by War: Korean Children and Women at the Crossroads of Us Empire
Ein intimes Porträt des Nachkriegslebens koreanischer Kinder und Frauen
Koreanische Kinder und Frauen sind die vergessene Bevölkerung eines vergessenen Krieges. Doch während und nach dem Koreakrieg spielten sie eine zentrale Rolle bei der Projektion der militärischen, kulturellen und politischen Vorherrschaft der USA. Framed by War untersucht, wie das koreanische Waisenkind, das GI-Baby, das Adoptivkind, die leibliche Mutter, die Prostituierte und die Braut im Herzen des Imperiums auftauchten. Als belastete Verkörperungen des Krieges brachten sie Amerikaner nach Korea und Koreaner nach Amerika, und zwar auf eine Art und Weise, die das US-Imperium im Pazifik definierte und zuweilen herausforderte.
Was sich in Korea abspielte, war wegweisend für die US-Nachkriegsmacht in der zweiten Hälfte des zwanzigsten und bis ins einundzwanzigste Jahrhundert hinein. Amerikanische Zerstörung und Humanität, Gewalt und Fürsorge spielten sich auf den Körpern der koreanischen Kinder und Frauen ab. Framed by War zeichnet den Bogen der intimen Beziehungen nach, die diese Grundlagen bildeten. Um die bruchstückhafte Vergangenheit wieder zusammenzufügen, stützt sich Susie Woo auf US-amerikanische und südkoreanische Regierungsdokumente und Militärkorrespondenz, Unterlagen von US-Hilfsorganisationen, koreanische Waisenhausregister, US-amerikanische und südkoreanische Zeitungen und Zeitschriften sowie Fotos, Interviews, Filme und Performances. Indem sie Geschichte mit visueller und kultureller Analyse verknüpft, schildert Woo, wie die Amerikaner von sehr wenig Wissen über die Koreaner dazu übergingen, sie zu ihrer Familie zu machen, und wie koreanische Kinder und Frauen, die sich den Krieg nicht ausgesucht hatten, Wege fanden, sich in Südkorea, den Vereinigten Staaten und in den Zwischenräumen dazwischen zurechtzufinden.