Bewertung:

In den Rezensionen wird „Lonesome Dreamer“ für seine eingehende Erforschung von John Neihardts Leben als Dichter und Historiker der westlichen Grenze gelobt, wobei sowohl seine künstlerische Reise als auch seine Verbindung zu Themen der amerikanischen Ureinwohner hervorgehoben werden. Einige Leser fanden jedoch Teile der Erzählung weniger fesselnd, insbesondere nach Neihardts Entscheidung, in Nebraska zu bleiben, anstatt den zeitgenössischen Einflüssen in New York City nachzugehen.
Vorteile:Gut recherchierte Biografie, informative und aufschlussreiche Erzählung, fesselnde Darstellung von Neihardts Leben, wertvolle Einblicke in die Literaturgeschichte, insbesondere in Bezug auf „Black Elk Speaks“, und eine reiche Verbindung zu Themen der amerikanischen Ureinwohner.
Nachteile:Einige Abschnitte mögen das Interesse des Lesers nicht aufrechterhalten, besonders wenn es um Neihardts Entscheidungen in seiner Karriere geht, wie z.B. in Nebraska zu bleiben, was einige weniger überzeugend fanden.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Lonesome Dreamer: The Life of John G. Neihardt
Der amerikanische Dichter und Schriftsteller John G. Neihardt (1881-1973) besaß einen wissbegierigen und spirituellen Geist.
Diese Eigenschaften kamen in Black Elk Speaks, der Geschichte des heiligen Lakota-Mannes Black Elk, zum Tragen, für die er am besten in Erinnerung geblieben ist. Im Laufe von dreißig Jahren schrieb er auch ein fünfbändiges episches Gedicht, A Cycle of the West, das die Geschichte der Besiedlung des amerikanischen Westens erzählt. Trotz des großen Bekanntheitsgrades von Neihardt, des Erfolges von Black Elk Speaks und einer Reihe von Büchern und Gedichten, die von der Kritik gelobt wurden, ist Lonesome Dreamer die erste Biographie über Neihardt seit fast vierzig Jahren.
Timothy G. Anderson beschreibt Neihardts Leben von seinen bescheidenen Anfängen in Illinois über seine Ernennung zum Poet Laureate von Nebraska im Jahr 1921 bis hin zu seinem Auftritt in der Dick Cavett Show im Alter von neunzig Jahren.
Anderson geht auch auf Neihardts Erfolg als Dichter fernab des literarischen Establishments der Ostküste ein, auf seinen Widerstand gegen modernistische Strömungen in der Poesie und auf seinen Wunsch, die Erfahrungen der Plains-Indianer zu verstehen und zu beschreiben. Diese Biografie bietet Einblicke in sein persönliches und literarisches Leben und bestätigt Neihardts Platz in der amerikanischen Literaturgeschichte, seine Erfolge und Misserfolge und seinen unzerbrechlichen Geist.
Timothy G. Anderson lehrte Journalismus an der University of Nebraska-Lincoln und arbeitete zuvor als Redakteur und Designer für verschiedene Zeitungen, darunter die New York Times und New York Newsday.