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Once Were Pacific: Maori Connections to Oceania
Die Identität der Ureinwohner wird gewöhnlich mit einem bestimmten Ort in Verbindung gebracht. Was aber, wenn dieser Ort der Ozean ist? Once Were Pacific geht dieser Frage nach, indem es untersucht, wie Māori und andere pazifische Völker ihre Verbindung zum Ozean, zu Neuseeland und zueinander durch verschiedene kreative Werke gestalten. Die Māori-Wissenschaftlerin Alice Te Punga Somerville zeigt, wie und wann die Māori und andere pazifische Völker ihre angestammte Geschichte als wandernde Seefahrer artikulieren und ihre Identität nicht nur vom Land, sondern auch vom Wasser her beziehen.
Obwohl die Māori ethnisch gesehen Polynesier sind und Aotearoa Neuseeland eindeutig Teil der pazifischen Region ist, werden in Neuseeland die Begriffe „Māori“ und „Pazifik“ umgangssprachlich für zwei unterschiedliche Gemeinschaften verwendet: Māori sind indigene Völker, und „pazifisch“ bezieht sich auf Migrantengemeinschaften aus anderen Teilen der Region. Te Punga Somerville stellt die Frage, wie diese Unterscheidung historische und zeitgenössische Verbindungen verwischen kann, und untersucht die Beziehung zwischen Indigenität, Migration und Diaspora, wobei er sich auf Texte konzentriert: Poesie, Fiktion, Theater, Film und Musik, die neben historischen Beispielen von Performance, Journalismus und Wissenschaft betrachtet werden.
Mit dieser nachhaltigen Behandlung der Māori-Diaspora liefert Te Punga Somerville die erste kritische Analyse der Beziehungen zwischen indigenen und migrantischen Gemeinschaften in Neuseeland.