
Vanity Unfair
Eine ungewollte Schwangerschaft, ein gut aussehender Mann, der sich nur um sich selbst kümmert, eine Heirat, weil der Mann "ein bisschen christlich erzogen" ist, eine Scheidung - das ist der Lebensweg von Pipina, der zu einer alleinerziehenden Mutter und tausend Grausamkeiten des Alltags führt, weil sie eine hässliche Frau in einer Welt ist, in der Hässlichkeit schlimmer als ein Todesurteil ist. Auf Schritt und Tritt wird sie an ihre Minderwertigkeit erinnert.
Sie kann das Ende eines jeden Tages kaum erwarten, an dem sie im Treppenhaus vor ihrer baufälligen Wohnung sitzen und sich in ihre Gedanken zurückziehen kann. Ihr tristes Leben voller Demütigungen löst sich nur in ihren schönen, filmischen Träumen auf. In ihnen erlebt sie, was sie im wirklichen Leben nicht tun oder haben kann.
Sie erschafft eine reiche innere Welt, und ihre messerscharfen Beobachtungen, gepaart mit einer guten Portion Humor, ergeben eine aufschlussreiche Erzählung über die zeitgenössische Gesellschaft. In der ersten englischen Übersetzung ihres Werks lüftet die brillante slowakische Autorin Zuzana Cignov den Schleier über die privatesten Gedanken der Menschen - Gedanken, die durchaus auch unsere eigenen sein könnten.