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Consuming Ivory: Mercantile Legacies of East Africa and New England
Der wirtschaftliche Wohlstand zweier Städte im Neuengland des 19.
und frühen 20. Jahrhunderts beruhte auf Fabriken, die Klaviertasten, Billardkugeln, Kämme und andere Gegenstände aus aus Ostafrika importiertem Elfenbein herstellten.
Doch während Städte wie Ivoryton und Deep River, Connecticut, florierten, hinterließ der afrikanische Elfenbeinhandel massive menschliche Ausbeutung und ökologische Verwüstung. Gleichzeitig fand im Rahmen dieser Handelsgeschichte eine dynamische Auseinandersetzung Ostafrikas mit Kapitalismus und Imperialismus statt. Auf der Grundlage umfangreicher Archiv- und Feldforschung in Neuengland, Großbritannien und Tansania untersucht Alexandra Kelly die komplexen globalen Hinterlassenschaften des historischen Elfenbeinhandels.
Sie erklärt nicht nur die Komplexität dieses Handels, sondern analysiert auch anglo-amerikanische Erzählungen über Afrika und hinterfragt, warum Elefanten und Elfenbein in diesen Darstellungen eine so zentrale Rolle spielen. Von den Bemühungen zum Schutz der Elefanten bis hin zur Kulturerbe-Industrie in Neuengland und Ostafrika zeigt ihre Studie die anhaltenden globalen Auswirkungen des Elfenbeinhandels auf und wird für Anthropologen, Archäologen, Historiker und Naturschützer von Interesse sein.