Bewertung:

Das Buch stellt eine kontroverse Perspektive auf das Konzept des Parental Alienation Syndrome (PAS) dar und erntet sowohl starke Unterstützung als auch heftige Kritik. Befürworter argumentieren, dass es wertvolle Einblicke und Forschungsergebnisse zu PAS liefert und Eltern hilft, das Problem zu verstehen und anzugehen, während Kritiker es als Pseudowissenschaft bezeichnen, der es an Glaubwürdigkeit und Unterstützung durch wichtige rechtliche und psychologische Organisationen mangelt.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und informativ, mit einer logischen Darstellung des Konzepts von PAS.
⬤ Bietet Einblicke für Eltern, die mit konfliktreichen Scheidungen zu tun haben.
⬤ Einige Rezensenten sind der Meinung, dass es positiv zum Verständnis der elterlichen Entfremdung beiträgt und die Existenz des Syndroms unterstützt.
⬤ Es wird heftig kritisiert, dass es auf pseudowissenschaftlichen Grundsätzen beruht, und es wird behauptet, dass es in der Fachwelt keine Gültigkeit hat.
⬤ Vorwürfe gegen die Glaubwürdigkeit und Methodik des Autors.
⬤ Irreführender Titel, der eine juristische Anleitung suggeriert, obwohl er möglicherweise keine praktischen juristischen Erkenntnisse liefert.
(basierend auf 11 Leserbewertungen)
Parental Alienation Syndrome in Court Referred Custody Cases
Diese Dissertation fasst die Ergebnisse von 30 gerichtlich verhandelten Sorgerechtsstreitigkeiten zusammen, in denen das Verhalten der Eltern und ihrer Kinder untersucht wurde, um das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein des Parental Alienation Syndrome (PAS) festzustellen. Die Kriterien zur Bestimmung des Verhaltens der Eltern und ihrer Kinder basieren auf der Definition des Parental Alienation Syndrome von Dr.
Gardner. Die Eltern wurden auf der Grundlage ihrer Symptome und Verhaltensweisen in drei Kategorien (leicht, mittelschwer oder schwer) eingeteilt. Ihre Kinder (59) wurden dann in drei Gruppen (leicht, mittelschwer, schwer) eingeteilt.
Mit dieser Untersuchung sollen zusätzliche Informationen über das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von PAS ermittelt werden. Die mangelnde Bereitschaft der Gerichte und der psychiatrischen Gemeinschaft, die Gültigkeit von PAS anzuerkennen, trägt wahrscheinlich dazu bei, dass die Störung der Eltern-Kind-Beziehung bei Sorgerechtsstreitigkeiten fortbesteht.
Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Die Daten aus dieser Studie scheinen die Beobachtungen und Definitionen des Parental Alienation Syndrome zu bestätigen. Die Daten aus dieser Studie deuten darauf hin, dass die Kinder von Eltern mit leichtem PAS weniger negative Verhaltensweisen gegenüber den entfremdeten Eltern zeigen, während Kinder, deren Eltern in die Kategorie "schwer" fallen, mehr negative Verhaltensweisen gegenüber den entfremdeten Eltern zeigen. Diese Studie ergab, dass je mehr negative Verhaltensweisen ein Kind gegenüber einem entfremdeten Elternteil zeigt, desto schwerer sind die Symptome und Verhaltensweisen des Elternteils.
Infolgedessen kommt es zu einer stärkeren Entfremdung von dem entfremdeten Elternteil und zu einer größeren Störung der Eltern-Kind-Beziehung. PAS ist eine besondere Form der Kindesmisshandlung, die im Allgemeinen bei hartnäckigen Sorgerechtsstreitigkeiten auftritt.