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Emergence: Towards A New Metaphysics and Philosophy of Science
In den letzten Jahrzehnten haben sich die Theorien der Emergenz und der abwärts gerichteten Kausalität zu den wohl populärsten konzeptionellen Werkzeugen in wissenschaftlichen und philosophischen Versuchen entwickelt, die Art und den Charakter der globalen Organisation zu erklären, die in verschiedenen biologischen Phänomenen beobachtet wird, von der Organisation einzelner Zellen bis hin zu ökologischen Systemen. Die Emergenztheorie erkennt die Realität geschichteter Schichten oder Ebenen von Systemen an, die die Folge des Auftretens eines interagierenden Spektrums neuer Eigenschaften sind.
Eine genauere Analyse des Emergentismus offenbart jedoch eine Reihe von philosophischen Problemen, mit denen diese Theorie konfrontiert ist. In Emergenz bietet Mariusz Tabaczek eine gründliche Analyse dieser Probleme und einen konstruktiven Vorschlag für eine neue metaphysische Grundlage sowohl für die klassischen, auf abwärtsgerichteter Kausalität basierenden als auch für die neuen, von Terrence Deacon entwickelten dynamischen Tiefenkonzepte der Emergenztheorie.
Tabaczek schlägt Wege vor, wie beide theoretischen Modelle des Emergentismus in der klassischen und der neuen (dispositionalistischen) Version des Aristotelismus verankert werden können. Dieses Buch wird sowohl bei Metaphysikern, die in der analytischen und der thomistischen Tradition arbeiten, als auch bei Wissenschaftsphilosophen und Biologen, die sich für Emergenztheorie und Kausalität interessieren, ein begeistertes Publikum finden.