Bewertung:

Robert Richardsons Biografie über Ralph Waldo Emerson wird weithin für seine aufschlussreiche und umfassende Darstellung von Emersons Leben und Gedanken gelobt. Rezensenten heben den fesselnden Schreibstil, den gut recherchierten Inhalt und die Fähigkeit hervor, Emersons intellektuelle und spirituelle Reise zu beleuchten. Einige Leser waren jedoch der Meinung, dass das Buch zu detailliert und zu umfassend sein könnte, was diejenigen, die ein allgemeines Verständnis von Emerson suchen, überfordern könnte.
Vorteile:⬤ Hervorragend geschrieben und gut recherchiert
⬤ fesselnde Erzählung, die das Interesse des Lesers aufrecht erhält
⬤ bietet tiefe Einblicke in Emersons Leben und Werke
⬤ kurze Kapitel erleichtern die Lektüre
⬤ bietet eine Fülle von Referenzmaterial für weitere Erkundungen
⬤ stellt Emersons persönliche und intellektuelle Beziehungen effektiv dar.
⬤ Die detaillierte und umfassende Natur kann für Gelegenheitsleser überwältigend sein
⬤ einige fanden die Audible-Version aufgrund von Ausspracheproblemen ablenkend
⬤ ein wahrgenommener Mangel an einem allgemeineren Verständnis für diejenigen, die nicht bereits mit Emerson vertraut sind.
(basierend auf 49 Leserbewertungen)
Emerson: The Mind on Fire
Ralph Waldo Emerson ist eine der wichtigsten Figuren in der Geschichte des amerikanischen Denkens, der Religion und der Literatur. Die Vitalität seiner Schriften und die beunruhigende Kraft seines Beispiels beeinflussen uns auch mehr als hundert Jahre nach seinem Tod. Jetzt erweckt Robert D. Richardson Jr. einen Emerson zum Leben, der ganz anders ist als das alte Klischee des leidenschaftslosen Weisen von Concord. Richardson stützt sich auf umfangreiches neues Material, darunter die Korrespondenz zwischen den Brüdern Emerson, und gibt uns eine lohnende intellektuelle Biografie, die auch ein Porträt des ganzen Menschen ist.
Auf diesen Seiten werden ein junger Freier, ein trauernder Witwer, ein liebevoller Vater und ein Mann mit einem ungebrochenen Genie für Freundschaft vorgestellt. Der große Verfechter von Individualismus und Eigenständigkeit entpuppt sich als guter Nachbar, aktiver Bürger und loyaler Bruder. Hier ist ein Emerson, der zu lachen verstand, der ebenso selbstzweifelnd wie selbstbewusst war und der zum größten intellektuellen Abenteurer seiner Zeit wurde.
Richardson hat Emerson so weit wie möglich für sich selbst sprechen lassen, und zwar durch seine veröffentlichten Werke, seine zahlreichen Tage- und Notizbücher, seine Briefe und seine Gesprächsberichte. Dies ist nicht nur eine Studie über Emersons Schriften und seinen Einfluss auf andere; es ist Emersons Leben, wie er es erlebte. Wir sehen den gescheiterten Pfarrer, den kämpfenden Schriftsteller, den politischen Reformer, den poetischen Befreier.
Der Emerson dieses Buches beeinflusste nicht nur Thoreau, Fuller, Whitman, Dickinson und Frost, er inspirierte auch Nietzsche, William James, Baudelaire, Marcel Proust, Virginia Woolf und Jorge Luis Borges. Emersons Aktualität ist beständig und auffallend: sein Beharren darauf, dass Literatur und Wissenschaft keine getrennten Kulturen sind, seine Betonung des Wertes eines jeden Individuums, sein Respekt vor der Natur.
Richardson widmet der enormen Bandbreite von Emersons Lektüre - von persischen Dichtern bis zu George Sand - und seinen zahlreichen Freundschaften und persönlichen Begegnungen - von Mary Moody Emerson bis zu den Cherokee-Häuptlingen in Boston - große Aufmerksamkeit und bringt sowohl den Menschen als auch die Zeit, in der er lebte, zum Ausdruck. In diesem Buch wird deutlich, dass Emersons unstillbare Vitalität die Jahrzehnte überdauert hat und dass er uns immer noch in seinen Bann zieht.