
Emotion in Christian and Islamic Contemplative Texts, 1100-1250: Cry of the Turtledove
Dieses Buch bietet eine vergleichende Studie über Emotionen in arabisch-islamischen und englisch-christlichen Andachtstexten, ca.
1110-1250, und leistet damit einen Beitrag zum aufkommenden Interesse an der „Globalisierung“ in der Mediävistik. A.
S. Lazikani argumentiert für die Notwendigkeit, mittelalterliche englische Andachtstexte in einen globaleren Kontext zu stellen, und versucht, einflussreiche Erzählungen über die „Geschichte der Emotionen“ zu modifizieren, um diese umfassendere kritische Perspektive zu ermöglichen. In acht Kapiteln untersucht das Buch die dialogischen Begegnungen, die durch vergleichende Lektüre von Muhyddin Ibn 'Arabi (1165-1240), 'Umar Ibn al-Fārid (1181-1235), Abu al-Hasan al-Shushtarī (gest.
1269), Ancrene Wisse (um 1225) und der Wooing Group (um 1225) entstehen. Lazikani untersucht die doppelten „Paradigmen der Liebe“ in der Figur Jesu und im Bild des Herzens, die (un)verkörperte Sprache des Affekts und die affektive Semiotik von Abwesenheit und Geheimhaltung und zeigt so eine Verbindung zwischen den religiösen Traditionen des frühen Christentums und des Islam auf.