
Empire and Tribe in the Afghan Frontier Region: Custom, Conflict and British Strategy in Waziristan Until 1947
Waziristan, eine Region an der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan, ist in den letzten Jahren zu einem Brennpunkt im sogenannten "Krieg gegen den Terror" geworden. Hugh Beattie befasst sich mit der Geschichte dieser Region und untersucht die britischen Versuche, die Stämme von 1849 bis zur Unabhängigkeitserklärung Pakistans im Jahr 1947 zu verwalten.
Er untersucht die britischen Versuche, die Grenzregion in getrennte britische und afghanische Einflusssphären aufzuteilen. In den Augen der britischen Entscheidungsträger sollte diese Abgrenzung die Position des Empire sichern, und so beleuchtet Beattie die verschiedenen politischen Initiativen gegenüber der Grenzregion während des fraglichen Zeitraums.
Vor allem analysiert er, wie die Briten die lokalen Stämme wahrnahmen, was Autorität innerhalb des Stammesgefüges ausmachte und welche militärischen und politischen Auswirkungen diese Wahrnehmungen hatten. Da er auch die zeitgenössische Bedeutung dieser Region untersucht und dabei das Wiedererstarken der Taliban in Waziristan berücksichtigt, ist Beatties Analyse für alle, die sich für die Geschichte und die sicherheitspolitischen Auswirkungen der afghanischen Grenze zu Pakistan interessieren, von großer Bedeutung.