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Free at Last to Vote: The Alabama Origins of the 1965 Voting Rights Act
Obwohl der Heldentat der Freiheitsmärsche des letzten Jahrhunderts lange Zeit das Ende der Rassendiskriminierung zugeschrieben werden wird, verdankt die Bürgerrechtsgesetzgebung viel der Arbeit, die im Stillen in den Gerichtssälen des Südens geleistet wurde. Dieses Buch erweitert unser Verständnis davon, wie der Voting Rights Act zustande kam, indem es sich auf mehrere Schlüsselfälle in Alabama konzentriert, die den Weg für diese bahnbrechende Gesetzgebung ebneten.
Brian Landsberg - selbst Teilnehmer an vielen dieser Prozesse - vertritt die These, dass die Rechtsstreitigkeiten des Justizministeriums wesentlich zum Inhalt des bahnbrechenden Voting Rights Act von 1965 beigetragen haben. Seine genaue Analyse dieser Prozesse zeigt, wie sie dazu beitrugen, den Weg für die dramatische Ausweitung der bundesstaatlichen Befugnisse im Kampf gegen die rassistische Durchsetzung der Wahlgesetze zu ebnen. Er konzentriert sich auf drei der siebzig Wahlrechtsfälle, die zwischen 1957 und 1965 eingereicht wurden, und zeigt auf, wie das Justizministerium, das nun mit der Befugnis ausgestattet war, Zivilklagen gegen Wahldiskriminierung zu erheben, seine Bemühungen zur Durchsetzung der Reconstruction Amendments aggressiv fortsetzte.
Diese Fälle in den Bezirken Elmore, Sumter und Perry trugen dazu bei, die Kluft zwischen den Zielen des Fünfzehnten Verfassungszusatzes und den Praktiken der Wählerregistratoren im Süden aufzuzeigen - und die ebenso tiefe Kluft zwischen den Praktiken im tiefen Süden und denen im Rest des Landes -, indem sie zeigten, dass eine einfache Anforderung der Rassenneutralität nicht ausreichte, um Diskriminierung zu verhindern. Das VRA übernahm viele der strengen Abhilfemaßnahmen, die aus diesen Versuchen hervorgingen, einschließlich der Ernennung von Bundesbeamten zur Wahlbeobachtung und zur Führung von Wählerlisten sowie der Notwendigkeit einer bundesstaatlichen Genehmigung für Änderungen der lokalen Wahlverfahren.
Landsberg beleuchtet ein lange vernachlässigtes, aber äußerst wichtiges Kapitel in der Geschichte der Bürgerrechtsbewegung und verleiht dem Kampf um das Wahlrecht ein menschliches Antlitz, indem er unser Verständnis für die Bemühungen der Schwarzen, sich registrieren zu lassen, für die Zweifel selbst gemäßigter Weißer und für die Rolle der Bundesbeamten beim Schutz der Wählerrechte verbessert. Seine Studie ist besonders willkommen angesichts der Kontroverse um die jüngste Erneuerung des VRA im Jahr 2006, die einen Blick auf den Süden vor dem VRA warf, und angesichts der aktuellen Besorgnis über neue und aufkommende Formen der Entmündigung.