Bewertung:

Das Buch „Endless Frontier: Vannevar Bush“ von G.P. Zachary bietet eine umfassende Biografie von Vannevar Bush, in der seine bedeutenden Beiträge zur Wissenschaftspolitik und Technologie während und nach dem Zweiten Weltkrieg ausführlich beschrieben werden. Dabei werden sowohl seine Leistungen als auch seine Schwächen hervorgehoben, was das Buch zu einer unverzichtbaren Lektüre für alle macht, die sich für die Geschichte der Vereinigten Staaten, die Wissenschaftspolitik und den Zweiten Weltkrieg interessieren. Einige Leser fanden das Buch trocken und die Konzentration auf die Verwaltungspolitik weniger ansprechend als Bushs erfinderische Beiträge, während der Schreibstil trotz des wissenschaftlichen Inhalts als fesselnd gelobt wird.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben und fesselnd und bietet tiefe Einblicke in Vannevar Bushs Leben und seine Beiträge, insbesondere während des Zweiten Weltkriegs. Es bietet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen kritischer Analyse und historischem Kontext, was es für das Verständnis der modernen US-Wissenschaftspolitik und der Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft unerlässlich macht. Die Einbeziehung persönlicher Anekdoten verleiht dem Charakter Bushs zusätzliche Tiefe.
Nachteile:Einige Leser empfinden den Text als trocken und ohne erzählerisches Flair im Vergleich zu Bushs faszinierendem Leben. Andere fanden es ermüdend, da es sich tief in die Politik der Wissenschaftsverwaltung vertieft, anstatt sich auf Bushs Innovationen zu konzentrieren. Für diejenigen, die eine eher technologie- oder wirtschaftsorientierte Perspektive suchen, ist das Buch weniger interessant.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Endless Frontier: Vannevar Bush, Engineer of the American Century
Eine hervorragend recherchierte Biografie über Vannevar Bush, einen der beeindruckendsten Universalgelehrten Amerikas und die geheime Kraft hinter den größten technologischen Durchbrüchen des 20. Jahrhunderts.
Als Erfinder und öffentlicher Unternehmer, der das Manhattan-Projekt ins Leben rief, den militärisch-industriellen Komplex mitbegründete, ein dauerhaftes System staatlicher Unterstützung für Wissenschaft und Technik konzipierte und sowohl den Personal Computer als auch das Internet vorwegnahm, ist Vannevar Bush der Ben Franklin des 20. In diesem fesselnden Bericht über einen der beeindruckendsten Universalgelehrten Amerikas erweckt der Autor G. Pascal Zachary ein amerikanisches Original zum Leben - einen Mann seiner Zeit, unserer Zeit und darüber hinaus.
Zachary beschreibt detailliert, wie Bush Raytheon mitbegründete und am MIT half, einen der leistungsfähigsten frühen Computer der Welt zu bauen.
Während des Zweiten Weltkriegs diente er Roosevelt als Berater und Hauptansprechpartner in allen Fragen der Militärtechnologie, einschließlich der Atombombe. Er rief das Manhattan-Projekt ins Leben und beaufsichtigte eine Gruppe von 6.000 zivilen Wissenschaftlern, die eine Vielzahl neuer Waffen entwickelten.
Nach dem Krieg richtete sich seine Aufmerksamkeit auf die Zukunft. Er schrieb Aufsätze, die das Aufkommen des Internets vorwegnahmen, und setzte kühn die nationale Sicherheit mit der Stärke der Forschung gleich, indem er ein System der permanenten Bundesfinanzierung für die Universitätsforschung entwarf, das bis heute Bestand hat. Bushs hoffnungsvolle Vision von Wissenschaft und Technologie wurde jedoch durch ein Verständnis für die dunkleren Möglichkeiten gemildert.
Während er den Trinity-Atomtest jubelnd verfolgte, warnte er vor den Gefahren eines nuklearen Wettrüstens. Er führte einen geheimen Appell an, um Präsident Truman davon zu überzeugen, die Wasserstoffbombe nicht zu testen, und setzte sich gegen die Rote Angst ein. Die von Zachary elegant und sachkundig erzählte Geschichte Vannevars ist eine große Tour durch den digitalen Leviathan, den wir als das moderne amerikanische Leben kennen.