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Energy at the End of the World: An Orkney Islands Saga
Lokale Energiezukunft, von Meeresenergie bis Wasserstoffkraftstoff, am Rande der Welt.
Die Orkney-Inseln vor der Nordküste Schottlands liegen näher am Polarkreis als an London. Umgeben von wilder See und eingehüllt in Wolken und Nebel, scheinen die Inseln den Rand der bekannten Welt zu markieren. Und doch sind sie ein Zentrum für energietechnische Innovationen, von der Meeresenergie bis zu Wasserstoffkraftstoffnetzen, und ziehen das Interesse von Risikokapitalgebern und lokalen Gemeinschaften auf sich. In diesem Buch erzählt Laura Watts eine Geschichte über die Gestaltung der Energiezukunft am Rande der Welt.
Auf den Orkney-Inseln, so Watts, wird seit sechstausend Jahren Technologie hergestellt, von Pfeilspitzen und Steinkreisen bis zu Prototypen der Wellen- und Gezeitenenergie. Artefakte und Spuren aus allen Epochen - Stein, Bronze, Eisen, Wikinger, Silizium - sind überall sichtbar. Die Inselbewohner wandten sich der Energieinnovation zu, als sie gezwungen waren, sich mit einer Energieinfrastruktur auseinanderzusetzen, über die sie hinausgewachsen waren. Heute befindet sich auf Orkney das 2003 gegründete Europäische Zentrum für Meeresenergie. Weltweit gibt es etwa vierzig Testeinrichtungen für Meeresenergie, von denen viele auf das Know-how der Orkneys zurückgreifen. Die Inseln erzeugen mehr erneuerbare Energie als sie verbrauchen, bauen Wasserstoff- und Elektroautonetze auf und verfügen über Hunderte von Kleinstwindturbinen in lokalem Besitz und ein zehn Jahre altes intelligentes Stromnetz. Mit einer Mischung aus Erzählung und Ethnografie, Empirie und Lyrik erzählt Watts eine Orkney-Energiesaga - ein Bericht darüber, wie die Inseln angesichts des scheinbar Unmöglichen ihre eigene kohlenstoffarme Zukunft schaffen. Die Orkney-Inseln, so zeigt Watts, spielen ein langes Spiel und schaffen eine Energiezukunft für weitere sechstausend Jahre.