
Englishmen and Jews: Social Relations and Political Culture, 1840-1914
Dieses Buch bietet eine wichtige neue Perspektive auf die Juden in England - und die englische Haltung ihnen gegenüber - während des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Dies war eine Zeit des grundlegenden Wandels.
Bei der Thronbesteigung von Königin Victoria waren die Juden in England eine kleine und benachteiligte Minderheit, die nicht mehr als 30.000 Mitglieder zählte und vom Parlament ausgeschlossen war. Jahrhunderts waren die politischen und rechtlichen Behinderungen fast vollständig abgeschafft, die jüdische Bevölkerung hatte sich verzehnfacht, und die Masseneinwanderung aus Osteuropa hatte das Gesicht des englischen Judentums verändert. Bei der Erforschung dieser grundlegenden Veränderungen untersucht David Feldman die Realität der jüdischen Integration so gründlich wie keine andere Studie zuvor und geht auf die zentralen Fragen ein, die sich aus der jüdischen Präsenz in England ergeben.
Inwieweit akzeptierte oder lehnte die englische Gesellschaft die jüdische Minderheit in ihr ab? Wie entwickelten sich die religiösen, kommunalen und politischen Identitäten der Juden im englischen Kontext? Welche Auswirkungen hatte die Einwanderung, und wie erging es den Einwanderern in der englischen Wirtschaft? Englishmen and Jews" stützt sich auf ein breites Spektrum an Quellenmaterial in englischer und jiddischer Sprache.
Die Kapitel umfassen politische, religiöse, wirtschaftliche und soziale Geschichte. Sie befasst sich mit den Auseinandersetzungen zwischen Whigs und Tories über die Emanzipation der Juden und mit dem turbulenten politischen Leben im jüdischen Londoner East End, mit den antisemitischen Angriffen auf Disraeli und mit den Mühen der eingewanderten Sweatshop-Arbeiter.
Vor allem aber verändert es unser Verständnis der Verbindungen zwischen der englischen und der jüdischen Geschichte in dieser Zeit. Indem es das eine im Kontext des anderen sieht, ermöglicht es uns, beide auf neue Weise zu betrachten, und leistet einen bemerkenswerten Beitrag zu den Debatten über nationale Identität und Liberalismus sowie über Klasse und Gemeinschaft in der englischen Gesellschaft vor 1914. Ehrgeizig und höchst anspruchsvoll...
Eine große Leistung, die eine gut recherchierte und analytisch scharfe Darstellung liefert.' Tony Kushner, History Today 'Eine anregende und innovative Studie... Ehrgeizig im Umfang und in der Bandbreite der Anliegen.' Thomas Linehan, Jewish Quarterly 'Feldman unternimmt den heldenhaften Versuch, die Gegner der Emanzipation und der unbeschränkten Einwanderung auf ihre Weise zu verstehen... Alles in allem ist es eine glückliche Geschichte, die er zu erzählen hat.' John Gross, Sunday Telegraph Dr.
David Feldman ist Mitglied der School of History, Classics and Archaeology am Birkbeck College der University of London.